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Dugongs in der Präfektur Okinawa vom Aussterben bedroht

Weniger als 10 Dugongs leben noch in der Region

Die Dugongs, die vor der Präfektur Okinawa leben, sind inzwischen stärker gefährdet als zuvor. Sie wurden von der International Union for Conservation of Nature (IUCN) auf eine Bedrohungsstufe angehoben, die zwei Stufen über ihrer weltweiten Bezeichnung Vulnerable (VU) liegt. Das wurde am 11. Dezember bekannt gegeben.

Lebensraum der Tiere durch Bau der U.S. Marine bedroht

Mit dieser Klassifizierung sind die Meeressäuger im Rahmen der IUCN-Klassifikationen nur noch einen Schritt vom Aussterben in freier Wildbahn entfernt. Dies liegt zum Teil an den Auswirkungen der Arbeiten zum Bau einer Ersatzanlage für die U.S. Marine Corps Air Station Futenma in Ginowan an einem neuen Standort in den Gewässern vor Henoko in der Stadt Nago.

Dugongs stammen aus dem Indischen Ozean und dem westlichen Pazifischen Ozean. Die Meere um Japans südlichste Präfektur Okinawa gelten als die nördlichste Grenze ihres natürlichen Verbreitungsgebietes. Nach Angaben des Verteidigungs- und Umweltministeriums wurden bis vor Kurzem drei Dugongs in den Gewässern vor Okinawa nachgewiesen. Zwei von ihnen waren jedoch bis 2018 verschwunden und der letzte starb im März.

Zahl der Dugongs geht immer weiter zurück

Die Zahl der Dugongs, die schätzungsweise in den Gewässern Okinawas leben, ist nun auf zehn oder weniger gesunken und nimmt weiter ab. Daher wurden sie nun als besonders gefährdet eingestuft. Die IUCN verwies als Grund des Rückgangs auch auf den Rückgang von Seetang. Und auch andere Gebiete, in die sich die Dugongs aufgrund der Auswirkungen der Rückgewinnung von Küstenland für die neue US-Militärbasis seit 2018 zurückziehen können, werden immer weniger.

Tomoko Shimura, Leiter der Naturschutzabteilung der Nature Conservation Society of Japan, sagte: „Das Dugongs in Japan am Rande des Aussterbens stehen, bedeutet, dass wir mit einem ernsthaften Zustand konfrontiert sind, der zu ihrem weltweiten Aussterben führen kann. Die Arbeiten zur Verlegung der Basis sollten vorübergehend eingestellt und die Auswirkungen auf die Umwelt neu bewertet werden.“

MA

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