Anzeige
HomeNachrichten aus JapanEast Japan Railway Co. geht mit Smartphone-App gegen Belästigung in Zügen vor

Damit soll Belästigung gemeldet werden

East Japan Railway Co. geht mit Smartphone-App gegen Belästigung in Zügen vor

Die East Japan Railway Co. wird in Kürze mit der Erprobung einer von ihr entwickelten Smartphone-App gegen sexuelle Belästigung beginnen. Mit dieser können die Nutzer die Zugbegleiter über Belästigungen benachrichtigen, die dann die übrigen Fahrgäste warnen.

Anzeige

Die App wird auf der überfüllten JR Saikyo-Linie zwischen dem Bahnhof Shinjuku in Tokyo und dem Bahnhof Omiya in der Präfektur Saitama ab Ende Februar werktags von 7 bis 10 Uhr morgens getestet werden, wie der Bahnbetreiber, allgemein bekannt als JR East, mitteilte.

App als nächster Schritt gegen Belästigung

„Wir haben eine Reihe von Gegenmaßnahmen (gegen Belästigung) ergriffen, wie z.B. die Installation von mehr Sicherheitskameras, aber leider haben sie nicht zu einem Rückgang der Kriminalität geführt“, sagte der Präsident der JR Ost, Yuji Fukasawa, am Dienstag. „Dies ist unser nächster Schritt.“

Die App, die auch einen Alarm auslösen kann, wird auf Apple iPhones verfügbar sein. Um Falschmeldungen zu verhindern, werden die Nutzer aufgefordert, ihre persönlichen Daten bei der Firma zu registrieren.

Genaue Positionsbestimmung und öffentliche Durchsage

Der Dienst wird die Aufnahmen von Sicherheitskameras an Bord zusammen mit dem globalen Positionierungssystem eines Smartphones nutzen, um den Wagen, in dem die Belästigung stattfindet, genau zu identifizieren.

LESEN SIE AUCH:  Japans Regierung erarbeitet Schritte gegen sexuelle Belästigung
Anzeige

Wird die App verwendet, erhält der Schaffner eine Benachrichtigung auf einem Tablet-Computer und gibt eine Ansage ab, dass ein Fahrgast die Belästigung in einem bestimmten Wagen gemeldet hat, um den Täter abzuschrecken.

Start nach vorheriger Testphase

Die Eisenbahngesellschaft, die Belästigung als „eine soziale Herausforderung“ beschreibt, plant die Durchführung von Fahrgastbefragungen, bevor die App offiziell zur Verfügung gestellt wird.

Sie wird auch untersuchen, wie eine effektive Kommunikation zwischen Zugbegleitern und Bahnhofspersonal bei der Meldung solcher Fälle an die Polizei gewährleistet werden kann.

Eine 2010 von der Nationalen Polizeibehörde durchgeführte Umfrage ergab, dass 80,9 Prozent der Frauen, die Belästigung in Zügen zum Opfer gefallen waren, angaben, sie hätten es ohne Worte ertragen oder seien einfach vom Tatort geflohen. Viele sagten, sie seien „zu verängstigt, um etwas zu tun“.

kyodo

Anzeige
Anzeige