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Edogawa in Tokyo warnt mit englischsprachigen Schildern vor Überschwemmungen

Schilder sollen Wahrnehmung fördern

Der Bezirk Edogawa in Japans Hauptstadt Tokyo will, dass ausländische Menschen im Falle von Überschwemmungen besser gewarnt werden.

Dafür werden in bestimmten Bereichen Schilder mit der Aufschrift „Bleib nicht hier“ aufgestellt.

Edogawa von Flüssen und der Tokyo Bay umgeben

Edogawa ist im Osten von dem gleichnamigen Fluss, im Westen vom Fluss Arakawa und im Süden von der Tokyo Bay umgeben. Rund 70 Prozent der Fläche werden bei einer Flut überschwemmt, da der Bezirk unter dem Meeresspiegel liegt.

Kritiker sagen allerdings, dass die Schilder die Behörden nicht aus der Verantwortung nehmen, die Bürger zu informieren, dass sie die Gegend verlassen sollen, wenn kein ausgewiesener Evakuierungsbereich vorhanden ist.

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„Wir haben diesen Ausdruck gewählt, damit die Menschen Informationen richtig verstehen und darüber nachdenken, sich ein Evakuierungsgebiet zu suchen“, so Yoshinari Honda, Leiter der Abteilung für Katastrophenschutz und Risikomanagement bei der Verwaltung von Edogawa. „Die Verwendung eines so einfachen Ausdrucks, um die Menschen vor der Gefahr von Überschwemmungen zu warnen, stieß in der Öffentlichkeit auf große Resonanz.“

Schilder sollen Gefahr von Überschwemmungen bewusst werden lassen

Obwohl es durch den Taifun Hagibis in Edogawa kaum zu Problemen kam, erhielten Beamte mehrere Anrufe von Einheimischen, die fragten, ob der Taifun gefährlich wird und wohin sie sich evakuieren sollten.

Durch die Schilder sollen sich mehr Menschen der Gefahr von Überschwemmungen bewusst werden.

Toshitaka Katada, Projektprofessor für Katastrophensozialtechnik an der Universität Tokio, erklärte: „Eine so einfach zu verstehende Gefahrenkarte ist nutzlos, wenn sich niemand darauf bezieht.“

Katada, der auf eine Änderung der Katastrophenverhütung drängt, betonte: „Die Gefahrenkarten sind heutzutage sehr genau und effektiv geworden. Auch wenn Regierungsbehörden mehr Anstrengungen unternehmen müssen als nur die Karten zu veröffentlichen, müssen die Anwohner sich bewusst werden, dass sie Opfer von Katastrophen werden können. “

Jun Kawaguchi, außerordentlicher Professor für Architektur und regionalen Katastrophenschutz an der Mie University, forderte die Öffentlichkeit nachdrücklich auf, sich des schlimmsten Falls bewusst zu sein und Gebiete mit Hochwassergefahr zu räumen, auch wenn man nicht sicher ist, dass es zu einer Flut kommen könnte.

MA

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