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HomeNachrichten aus JapanEhemalige Hario-Sendestation in Sasebo soll untersucht werden

Seit 2013 zum nationalen Kulturgut erklärt

Ehemalige Hario-Sendestation in Sasebo soll untersucht werden

Die Stadtverwaltung der Präfektur Nagasaki plant, die ehemalige Hario-Sendestation in südwestlichen Teil der Großstadt Sasebo untersuchen zu lassen. Man nimmt an, dass der Code „Climb Mount Niitaka 1208“, mit dem 1941 der Angriff Japans auf Pearl Harbor eingeleitet wurde, über diese Station gesendet wurde.

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Zum Erbau der Station zwischen 1918 und 1922 wurden schätzungsweise 1,55 Millionen Yen (176 Millionen Dollar nach heutigem Wert) ausgegeben. Mit der Zeit erkannte man den Vorteil von Funkkommunikation, was besonders im Zweiten Weltkrieg (1941–1945) zum Tragen gekommen war. Im Jahre 1941 wurde mittels eines Codes durch einen Telegrafen zum Überraschungsangriff auf eine amerikanische Flotte, die in Pearl Harbor vor Anker lag, aufgerufen. Zu dieser Zeit diente die Stadt Sasebo als wichtiger Stützpunkt der Meeresverteidigungsstreitkräfte.

Hario-Sendestation soll gründlicher Inspektion unterzogen werden

Die Stadtverwaltung von Sasebo hat rund 20 Millionen Yen (136.000 Dollar) für die erste gründliche Untersuchung der Station ab Ende März 2023 vorgesehen. Darüber hinaus wird beabsichtigt, die Ausgaben für das Projekt bis März 2026 fortzusetzen, um den Zustand des Bahnhofs, seine Erdbebensicherheit und andere Details zu bewerten. Anschließend ist eine umfassende Reparatur der Anlage geplant, um diese weiterhin zu erhalten.

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Damals galt die Station als eines der ersten Betonbauwerke Japans, das die modernsten Technologien des Bauwesens und der Funkkommunikation der damaligen Zeit miteinander verband. Bis 1997 wurde das Gebäude von der japanischen Küstenwache und den maritimen Selbstverteidigungskräften hauptsächlich zur Kommunikation mit den Marineeinheiten, die in China, Südostasien und im Südpazifik eingesetzt waren, genutzt.

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Die Station, bestehen aus drei jeweils 136 Meter hohen Türmen, wurde 2013 zum Kulturgut ernannt. Heutzutage sind die Bauten aus der Luft und vom Meer noch leicht zu erkennen, mit dem Auto jedoch fast unmöglich zu erreichen.

100-jähriges Jubiläum der Sendestation in 2022

Zum Gedenken des 100-jährigen Jubiläums des Gebäudes sind in der Zeit vom 03. November bis 18. Dezember diverse Veranstaltungen zwischen der Sasebo-Bucht und der Omura-Bucht geplant. Unter anderen organisiert die Stadtverwaltung zum Teil kostenfreie Workshops, Ausstellungen und Konzerte.

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