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Vater handelte wohl aus Reflex und will für die Tat büßen

Ehemaliger Politiker soll für Mord an seinem Sohn nur acht Jahre Haft erhalten

Erst vor Kurzem begann der Prozess gegen den ehemaligen Vize-Landwirtschaftsminister Hideaki Kumazawa. Der 76-Jährige ermordete im Juni seinen 44-jährigen Sohn und gestand die Tat sofort. Er tötete dabei sein eigenes Kind nur, weil er ein sogenannter Hikikomori war und er von ihm einen Mordversuch befürchtete. Für sein Verbrechen soll er allerdings eine erschreckend geringe Strafe erhalten.

Am Freitag beantragte die Staatsanwaltschaft nur einen Tag nach der ersten Anhörung eine Haftstrafe von acht Jahren. Das scheint äußerst wenig zu sein, in Anbetracht der Tatsache, dass er seinen Sohn Eiichiro kaltblütig ermordete und es ein Geständnis gibt. Die Staatsanwaltschaft stimmte ebenfalls zu, dass es sich um kaltblütigen Mord handelt. Ohne Vorwarnung wurde Eiichiro angegriffen, wobei Kumazawa 36 Mal auf seinen Nacken und die Brust einstach.

Konflikt hätte anders enden können

Die Verteidigung beantragte hingegen eine Bewährungsstrafe und sieht die acht Jahre als zu viel an. Sie begründet das damit, dass Kumazawa sich lange um seinen Sohn kümmerte, der mit Schizophrenie und Asperger lebte und dass er nur Angst um sein Leben hatte.

Angeblich verhielt sich der Sohn einen Tag nach dem Einzug ins Elternhaus dem Angeklagten gegenüber aggressiv und griff ihn an. Gleichzeitig soll er am Tag des Mordes gedroht haben, ihn zu töten. Er und seine Frau zogen nach dem Vorfall ins zweite Stockwerk des Hauses und hielten sich von ihm fern.

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Kumazwa betonte dabei während des Prozesses, dass er von seinem Sohn mit großer Wahrscheinlichkeit getötet worden wäre, wenn er ihn nicht zuerst ermordet hätte. Seine Tat war laut ihm nur eine Reflexhandlung.

Er bereut nach eigenen Angaben die Tat nun. Am Freitag sagte er, dass es seine Pflicht sei, für das Verbrechen zu zahlen und für seinen Sohn zu beten, dass er eine friedliche Zeit im Jenseits verbringt.

Die Staatsanwaltschaft stimmt zu, dass es eine gewisse Bedrohung durch den Sohn gab, die Familie hätte das Problem jedoch anders lösen können. Kumazawa hatte das nötige Geld und Beziehungen, um sich Hilfe zu suchen. Zur Ermordung seines Sohnes hätte es also nie kommen müssen. Das endgültige Urteil will das Gericht voraussichtlich am Montag fällen.

Kyodo

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