Stats

Anzeige
Home News Ehemaliger SoftBank-Mitarbeiter wird des Weiterverkaufs von Daten schuldig gesprochen

Zahlreiche Firmengeheimnisse wurden weiterverkauft

Ehemaliger SoftBank-Mitarbeiter wird des Weiterverkaufs von Daten schuldig gesprochen

Anfang des Jahres wurde bekannt, dass ein ehemaliger Mitarbeiter von Softbank vertrauliche Firmendaten an Russland illegal verkauft hat. Am Donnerstag wurde der Angestellte nun offiziell schuldig gesprochen und verurteilt.

Das Bezirksgericht von Tokyo befand den 48 Jahre alten Mann eindeutig des Datendiebstahls für schuldig. Der Vorsitzende Richter Ryota Akamatsu gab zu dem Urteil an, dass der Verurteilte ein böswilliges Verbrechen begangen habe. Er habe dabei seine Position ausgenutzt, um an Geschäftsgeheimnisse zu kommen und versucht seine Tat zu verschleiern.

Firmengeheimnisse gegen Geld

Der Mann hatte bereits bei seiner Festnahme im Januar die Tat gestanden. Das Gericht verurteilte ihn jetzt zu zwei Jahren Gefängnis mit einer vierjährigen Bewährung und einer Geldstrafe von umgerechnet 6.588 Euro.

Mittlerweile ist dazu bekannt, wie es dem Mann gelang die Daten von SoftBanks Computerservern zu stehlen. Er hatte sich Februar 2019 und März 2019 von seinem Haus in der Nähe von Tokyo mit einem Computer in das System eingeloggt und anschließend die Daten auf einen USB-Stick gezogen.

Mehr zum Thema:
Cyberangriff führt zu Datenleck bei Mitsubishi Electric

Pro Sitzung erhielt er von seinen russischen Auftraggebern umgerechnet 1.647 Euro. Bei den Daten selbst handelte es sich nur um technische Daten von Handbüchern von Mobilfunk-Basisstationen und anderen Kommunikationseinrichtungen. Private Daten von Kunden sind in keiner Hinsicht betroffen und es gab in der Richtung kein Datenleck.

Klage gegen Russen wird aufgegeben

Hinter den Auftraggebern stecken der ehemalige russische Diplomat Anton Kalinin und noch eine weitere Person russische Herkunft. Beide befinden sich allerdings nicht mehr in Japan, was eine Strafverfolgung bis auf Weiteres unmöglich macht. Die Anklage gegen Kalinin wurde deswegen fallengelassen werden.

Zuletzt hatte die Polizei versucht über das japanische Außenministerium erneut Unterstützung von der russischen Botschaft zu bekommen. Sie hatten gehofft eine Vorladung der beiden Russen zu erreichen. Die zeigte sich jedoch empört von den Anschuldigungen und bezeichnete die Vorwürfe als unterschwellige Anti-Russland-Propaganda.

MS

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren:

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

Anzeige