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Ehemaliger Yakuza-Boss begeht Selbstmord in der Todeszelle

Keine Anzeichen für Selbstmordabsichten

Der ehemalige Chef der Yakuza-Grupppe „Sumiyoshi-kai“ beging am 24. Januar Selbstmord in der Todeszelle.

Laut des japanischen Justizministeriums wurde Osamu Yano im Tokyo Detention House blutend und bewusstlos in seiner Zelle aufgefunden. Wenig später konnte er nur noch für tot erklärt werden.

Selbstmord kam für die Justiz überraschend

Berichten zufolge gab es keine Anzeichen auf Probleme, als er am Vortag um 21:00 Uhr schlafen ging.

Yano befahl 2003 den Anführer einer rivalisierenden Bande zu töten. Im Januar 2003 eröffneten die Schützen in einer Bar in der Hauptstadt der Präfektur Gunma in Maebashi das Feuer. Dabei wurden drei Kunden getötet und zwei weitere schwer verletzt, darunter der rivalisierende Gangboss. Sie erschossen auch ein ehemaliges Bandenmitglied, das sich zu dieser Zeit vor der Bar befand.

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Dafür wurde er von einem Gericht zum Tode verurteilt. Der Oberste Gerichtshof wies 2014 eine Berufung zurück und erklärte, dass Yano die Morde zwar nicht begangen hat, aber er hat die grausamen und brutalen Morde befohlen. „Er hatte nicht einmal daran gedacht, dass auch normale Bürger betroffen sein könnten.“, so das Gericht.

Geständnis um Vollstreckung des Todesurteils hinausgezögert

Nach der Verurteilung gestand Yano zwei weitere Morde, die zur Entdeckung zweier Leichen führten. Anschließend wurde er erneut wegen Mordes angeklagt.

In der ersten Gerichtsverhandlung in Japan, in der ein bereits in der Todeszelle befindlicher Angeklagter vor Gericht gestellt wurde, befand ihn das Bezirksgericht Tokyo im Dezember 2018 für nicht schuldig. Es gelangte zu dem Schluss, dass er die Morde gestanden hatte und dies zu einer Verzögerung der Urteilsvollstreckung führen würde. Die Staatsanwälte legten keine Berufung ein.

MA

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