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Fast 30 Prozent sehen kaum einen Fortschritt

Ein Viertel der Japaner sieht 10 Jahre nach dem Tohoku-Erdbeben kaum einen Wiederaufbau

Fast zehn Jahre ist mittlerweile das große Tohoku-Erdbeben her, das zu einem zerstörerischen Tsunami und einer nuklearen Katastrophe führte. Eine Umfrage fand heraus, dass viele Menschen den Wiederaufbau weiterhin sehr kritisch sehen.

Das Broadcasting Culture Research Institute des NHK führte zwischen dem 11. November 2020 und dem 18. Dezember 2020 eine landesweite Umfrage in Japan zum Wiederaufbau nach dem Erdbeben und Tsunami 2011 durch. Nun wurde kürzlich das Ergebnis veröffentlicht.

Wiederaufbau wird allgemein positiv bewertet

Von 3.600 Personen ab 16 Jahren antworteten 2.311 Menschen auf die Umfrage. Es zeigte sich dabei, dass die Mehrheit recht zufrieden ist mit der Entwicklung in den letzten zehn Jahren. 61 Prozent sahen einen Fortschritt beim Wiederaufbau und neun Prozent sahen sogar einen großen Fortschritt.

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Auf der anderen Seite gaben 27 Prozent an, dass sie nicht wirklich eine Entwicklung sehen und zwei Prozent sagten, dass sie überhaupt keinen Fortschritt sehen. NHK fragte ebenfalls, wie die Menschen den Fortschritt bei der Reinigung der radioaktiv verseuchten Gebiete einschätzen, die in Fukushima liegen.

In dem Punkt war die Mehrheit sich einig, dass es noch viel zu tun gibt. 53 Prozent gaben an, dass es nur einen geringen Fortschritt gibt. Überhaupt keine Veränderung sahen dazu 12 Prozent der Befragten. Die restlichen Prozente sahen eine positive Entwicklung bei der Dekontaminierung des Gebiets.

Japan muss langfristige Unterstützung ermöglichen

Die Umfrage zeige laut Professor Reo Kimura, dass die Wiederaufbaumaßnahmen weiterhin nur auf dem halben Weg sind und es immer noch viel Arbeit auf Japan wartet. Dass so viele Menschen sagen, dass sie keine oder nur kaum Entwicklungen sehen sollte unbedingt untersucht werden, um mögliche Probleme zu finden.

Kimura betont deswegen auch, wie wichtig eine langfristige Unterstützung für die ehemaligen Katastrophengebiete und ihre Bewohner ist. Denn nur so können sie sich ein Leben in einer neuen Umgebung aufbauen und einen dauerhaften Fortschritt ermöglichen.

Dass Japan noch mehr tun muss, zeigte bereits eine andere Umfrage von Januar. In ihr wurden direkt Bewohner aus den drei ehemaligen Katastrophengebieten, Fukushima, Miyagi und Iwate, befragt. Es zeigte sich dabei, dass besonders die Menschen aus Fukushima unzufrieden sind und die Bemühungen nicht als ausreichend betrachten.

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