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HomeNachrichten aus JapanEinen Monat nach der Schlammlawine in Atami entspannt sich die Lage etwas

Fünf Menschen werden noch vermisst

Einen Monat nach der Schlammlawine in Atami entspannt sich die Lage etwas

Kyodo: Einen Monat, nachdem eine Schlammlawine die japanische Stadt Atami verwüstet hat, entspannt sich die Lage in der Umgebung etwas.

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Durch die Katastrophe sind bisher 22 Todesopfer zu beklagen, fünf Menschen werden noch vermisst, 133 Häuser sind teils schwerbeschädigt, 44 davon vollständig zerstört.

Viele Einwohner von Atami immer noch evakuiert

300 Einwohner von Atami mussten evakuiert werden, für 180 wurden öffentliche und private Mietwohnungen organisiert. Die Frage, was mit den anderen Evakuierten passieren soll, ist allerdings noch offen.

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Mittlerweile wurde die Sperrung der Nationalstraße 135, die nach der Schlammlawine teilweise unbefahrbar war, wieder aufgehoben und auch die Strom- und Gasversorgung in Atami wurde wiederhergestellt. Allerdings sind noch 70 Haushalte ohne fließend Wasser.

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Das Ausmaß der Schäden an den Häusern im Sperrgebiet der Stadt kann allerdings noch nicht geprüft werden, da das Gebiet nach wie vor nur schwer zugänglich ist.

Außerdem steht die Stadt vor der Frage und gleichsam der Herausforderung, wo die riesigen Mengen an Schlamm und Schutt zwischengelagert werden sollen.

Unsachgemäße Bauarbeiten für die Schlammlawine verantwortlich

Die Schlammlawine ereignete sich am 3. Juli gegen 10:30 Uhr im flussaufwärts gelegenen Teil des Flusses Aizome. Der Schlamm floss etwa zwei Kilometer in Richtung Meer und riss Gebäude entlang des Flusses mit sich.

Nach Angaben der Präfekturverwaltung von Shizuoka sind rund 55.500 Kubikmeter Erde, die zuvor bei Landgewinnungsarbeiten verwendet wurden, für die Schlammlawine verantwortlich.

Die Präfektur hat festgestellt, dass die Bauarbeiten für die Anhebung des Geländes unsachgemäß durchgeführt wurden und erwägt nun rechtliche Maßnahmen gegen das für die Bauarbeiten verantwortliche Bauunternehmen.

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