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Viele Hanwai zerstört

Einheimische graben nach Bambussprossen und beschädigen altes japanisches Grab

In Kawai haben Einheimische nach Bambussprossen gegraben und dabei einen alten Grabhügel und Hanwai (Grabbeigaben aus Ton) beschädigt.

Der Grabhügel Otsukayama Kofun (Informationsseite der Präfektur Nara), eine nationale historische Stätte, stammt aus der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts und ist etwa 197 Meter lang.

Grab war bis zum Vorfall unberührt

Das Grab war bis zu diesem Vorfall weder von Experten noch von Dieben angerührt worden. Die Haniwa-Tonwaren sollen als wichtige Kulturgüter eingestuft werden. Nach Angaben des Bildungsausschusses der japanischen Stadt nahmen die Einheimischen am 5. Juni – zwei Tage nach Bekanntgabe des Vorfalls an die Presse – über eine Schule Kontakt mit dem Ausschuss auf.

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Die Zahl der beteiligten Personen wurde nicht bekannt gegeben, es wird jedoch angenommen, dass es sich um weniger als 10 Personen handelt. Die Leute erklärte Berichten zufolge, dass sie Bambussprossen ausgraben wollten, weil sie wegen des neuartigen Coronavirus frustriert waren.

Einheimische nahmen Hanwai mit nach Hause

Sie nahmen einige der Tonwaren aus Neugierde mit nach Hause und hielten ihr Handeln nicht für ein Problem. Mittlerweile haben sie erklärt, dass ihr Verhalten gedankenlos war und sie es aufrichtig bedauern, berichtete der Bildungsausschuss. Am Abend des 27. April bestätigte der Ausschuss den Schaden, nachdem eine Person, die den Grabhügel besuchte, berichtet hatte, dass Löcher in den Grabhügel gegraben worden seien und dass Tonwarenstücke verstreut wurden.

Es stellte sich heraus, dass mehrere Personen, die nach Bambussprossen gruben, zweimal vor dem Bericht an den Bildungsrat Tonwaren von Haniwa ausgegraben und mit nach Hause genommen hatten, hieß in einer Pressemitteilung. Am 1. Mai fand der Bildungsausschuss 10 Haniwa-Tonwarenfragmente, die über das Gelände verstreut waren. Es wird angenommen, dass die Stücke zwischen dem Abend des 27. April und dem 1. Mai zurückgebracht wurden.

Am 28. Mai wurde eine weitere zerbrochene Haniwa gefunden, die wieder zusammengeklebt worden war. Der Bildungsausschuss hatte bestätigt, dass sich die Haniwa am 24. Mai nicht am Grab befand, sodass man davon ausgeht, dass sie später zurückgebracht wurde. Der Ausschuss wird in Absprache mit der Agentur für kulturelle Angelegenheiten und der Regierung der Präfektur Nara Maßnahmen zur Verhinderung so eines Vorfalls prüfen.

MA

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