• Japan News
  • Podcast
  • Kazé Anime Nights
Home News Einwanderungsbeauftrager fordert bessere medizinische Versorgung für inhaftierte Immigranten
Anzeige

Einwanderungsbeauftrager fordert bessere medizinische Versorgung für inhaftierte Immigranten

Mehr Vollzeitärzte und bessere Absprachen

Die Behandlung von Menschen in japanischen Einwanderungshaftanstalten wurde bereits mehrfach kritisiert. Immer wieder kommen Fälle ans Tageslicht,bei denen Inhaftierten die medizinische Versorgung verweigert wurde.

Das kritisiert nun auch der Leiter der japanischen Einwanderungsbehörde. Er fordert, dass die medizinische Versorgung schnell verbessert werden müsse.

Zustände in den Haftanstalten menschenunwürdig

Im Juli starb ein Mann aus Nigeria, der gegen die Zustände in den Haftanstalten mit einem Hungerstreik protestierte. Seit 2006 starben insgesamt 15 Menschen.

Bei einer Pressekonferenz am Montag sagte der Einwanderungsbeauftragte Shoko Sasaki: „Durch mehrere Berichte, halten wir die medizinische Versorgung für nicht ausreichend. Sie muss dringend verbessert werden.“

Mehr zum Thema:
Todesfälle und unmenschliche Behandlung in Japans Einwanderungszentren nehmen zu

Sasaki verwies auf die Notwendigkeit, mehr Vollzeitärzte in den Zentren einzustellen. Außerdem müsse die Kommunikation zwischen dem Personal und den Ärzten verbessert werden und die Zahl der Krankenhäuser, die Häftlinge als Patienten aufnehmen, muss erhöht werden.

Das japanische Justizministerium hat die Einwanderungsbehörde im April zu einer Agentur ausgebaut, nachdem Japan ein neues Gesetz verabschiedet hatte, das ausländischen Menschen die Einreise nach Japan über einen Zeitraum von fünf Jahren gewährt. Diese Menschen sollen in 14 Branchen, darunter Bauwesen und Krankenpflege arbeiten, um den Arbeitskräftemangel in Japan zu bekämpfen.

Einwanderung bei vielen Japanern ein Tabu Thema

Einwanderung ist in Japan, einem Land, in dem die ethnische Homogenität sehr geschätzt wird, das aber auch eine alternde Bevölkerung hat, seit langem ein Tabu. Kritiker des neuen Visa-Systems äußerten dementsprechend die Sorge, dass Arbeitnehmer aus dem Ausland der Ausbeutung ausgesetzt sind.

Nach dem neuen System kann ein Arbeitnehmer bis zu fünf Jahre lang in Japan bleiben, aber seine Familie nicht mitbringen.

Sasaki teilte mit, dass 205 Personen die Genehmigung für die Erteilung der neuen Visa Ende August erhalten hatten und 684 einen vorläufigen Status bekamen, während sie auf die Genehmigung warten.

Die Zahlen sollen steigen, wenn ein gewisses Verständnis für das System aufgebaut wurde.

Rolling Sushi - der Japan-Podcast von Sumikai

Rolling Sushi - Japan für die Ohren

Anzeige

Anzeige

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

Anzeige

Cookie-Einstellung

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und Werbung einblenden zu können,verwenden wir Cookies. Datenschutz | Impressum

Treffen Sie eine Auswahl um fortzufahren

Ihre Auswahl wurde gespeichert!

Hilfe

Hilfe

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Nachfolgend erhalten Sie eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • Alle Cookies zulassen:
    Jedes Cookie wie z.B. Tracking- und Analytische-Cookies.

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: Datenschutz.

Zurück