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Englische Durchsagen im Tokaido Shinkansen sorgen für Diskussionen

Japan gibt sich seit einer Weile viel Mühe, sich mehr für die Touristen anzupassen. Besonders die Bahnbetreiber setzten vermehrt auf Englisch und Übersetzungshilfen. So gab es bis vor Kurzem noch in dem Tokaido Shinkansen von Central Japan Railway Co. (JR) englische Durchsagen von Muttersprachlern. Doch seit Mitte Dezember übernehmen die Durchsagen die japanischen Schaffner, was online für Diskussionen sorgt.

Denn anders als bei den bisherigen Durchsagen hören Passagiere deswegen nun einen japanischen Akzent, was einigen wohl Probleme macht. Auf sozialen Medien schreiben manche, dass die Sprecher sich monoton anhören und die Qualität deutlich schwankt. Hinter der Umstellung steckt allerdings ein tiefer Sinn. JR möchte nämlich so seine Schaffner besser auf ausländische Touristen vorbereiten und ihr Englisch schulen.

Mehr Englischunterricht für Angestellte

Bei den Ansagen handelt es sich um einfache Sätze, wie „Die Türen öffnen auf der linken Seite“ oder „Wir halten an der Nagoya Station“. In den meisten Fällen machen Schaffner die Durchsagen vor einem Stopp zwischen Tokyo und Shin Osaka. Um Fehler zu vermeiden, verstärkte JR die Englischausbildung der Mitarbeiter. Die 29-jährige Schaffnerin Saki Takada erklärte, dass sie von sich aus ihre Englischkenntnisse verbessern will. Sie möchte, dass sich ausländische Passagiere wohlfühlen in den Zügen. Dass sich das fleißige Üben der Angestellten auszahlt, zeigt sich daran, dass es ebenfalls positives Feedback gibt. Einige ausländische Passagiere finden die Ansagen gut verständlich und sie erleichtern die Reise für Touristen.

JR West plant ebenfalls, auf die aufgenommenen englischen Durchsagen zu verzichten. Ab dem 16. März gibt es im Hokuriku- und Sanyo-Shinkansen ebenfalls englische Ansagen von den Schaffnern persönlich. Zu den Olympischen Spielen 2020 versuchen sich alle Bahnbetreiber in Japan so gut wie möglich auf die ausländischen Gäste vorzubereiten. Deswegen kommen mittlerweile Tablets mit Übersetzungssystemen zum Einsatz und spezielle geschulte Angestellte, die Ausländern weiterhelfen sollen.

Quelle: Mainichi Shimbun

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