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Aus Sicherheitsgründen werden Arbeiten nach hinten verlegt

Entfernung abgebrannter Brennelemente aus Fukushima verzögert sich um Jahre

Nach wie vor ist Japan damit beschäftigt, das zerstörte Kernkraftwerk Fukushima Daiichi stillzulegen. In der Vergangenheit gab es dabei schon einige Probleme und Verzögerungen. Die Regierung gab am Freitag bekannt, dass es neue Schwierigkeiten gibt. Grund dafür ist die Entfernung der abgebrannten Brennelemente, die sich um bis zu fünf Jahre nach hinten verschiebt.

Wie die Regierung erklärte, dauert die Entfernung in den Reaktoren eins und zwei länger als geplant. Ursprünglich sollte das Beseitigen der Brenneinheiten aus den Pools im Geschäftsjahr 2023 beginnen. Nach dem neuen Plan will Betreiber Tokyo Electric Power Company Holdings Inc. erst im Geschäftsjahr 2027 mit dem Abbau der Einheit eins beginnen. Möglicherweise werden sie sogar bis 2028 warten, wenn es nötig ist.

Verschiebung ist nötig für die Sicherheit

Die Arbeit an Einheit zwei wird hingegen zwischen dem Geschäftsjahr 2024 und 2026 starten. Tepco hat bereits mit den Arbeiten an Einheit drei und Einheit vier begonnen. Beide waren 2011 zum Zeitpunkt der nuklearen Katastrophe wegen Wartungen offline, weswegen sie kein großes Problem darstellen.

Wann mit Nummer fünf und sechs begonnen wird, ist noch nicht klar, da es bis jetzt keinen Zeitplan für sie gibt. Insgesamt soll jedoch die Entfernung von allen 4.741 Brennstäben in allen sechs Reaktoren bis zum Geschäftsjahr 2031 abgeschlossen sein.

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Es wird dabei betont, dass die Verzögerungen nötig sind, um weitere Sicherheitsvorkehrung zu treffen. Einheit Eins soll so ein Gehäuse erhalten, um radioaktiven Staub einzudämmen und die Dekontamination von Einheit zwei zu verhindern. Industrieminister Hiroshi Kajiyama erklärte, dass es ein sehr schwieriger Prozess ist und sie nur schwer sagen können, was sie erwartet. Die Sicherheit der Arbeiter und der Umgebung steht deswegen an erster Stelle.

Die Regierung kündigte weiter an, dass sie im Geschäftsjahr 2021 damit anfangen, Brennstoffreste aus den ersten drei Reaktoren zu entfernen, die wegen der Kernschmelze entstanden. Anfangen werden sie dabei mit Reaktor zwei. Die Entfernung ist der schwierigste Teil der Stilllegung, da sie hochgefährlich ist und ein Roboterarm zuerst nur kleine Mengen beseitigen kann.

Stilllegung verzögert sich vermutlich

Allgemein soll sich dazu das Arbeitstempo verringern, da es weiterhin ein Problem mit dem kontaminierten Wasser gibt. Die Menge des Wassers steigt stetig an und erreicht vermutlich 2025 die 100 Tonnen.

Aktuell wissen Tepco und die Regierung aber immer noch nicht, wie sie das Wasser entsorgen sollen. Bis jetzt wird es von den meisten radioaktiven Stoffen gereinigt und in Tanks auf dem Gelände gelagert, wobei der Platz langsam ausgeht. Ein Vorschlag ist deswegen, das Wasser stark verdünnt ins Meer zu kippen, was jedoch auf Proteste stößt.

Aufgrund der neuen Informationen zu der Stilllegung gehen nun viele davon aus, dass die Regierung den Zeitraum für den Abbau nicht einhalten kann. Es ist mittlerweile das vierte Mal, dass der Plan zum Abriss überarbeitet wird. Bis jetzt ist geplant, das Kernkraftwerk 30 bis 40 Jahre nach der Katastrophe komplett stillzulegen. Es wird jedoch damit gerechnet, dass es länger dauert und es zu weiteren Verzögerungen kommt.

Kyodo

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