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HomeNachrichten aus JapanEntfernung des Atommülls am Fukushima Kernkraftwerk dauert wegen der Pandemie länger

Wichtiger Roboterarm kann nicht getestet werden

Entfernung des Atommülls am Fukushima Kernkraftwerk dauert wegen der Pandemie länger

Nach wie vor wird am zerstörten Kernkraftwerk Fukushima Daiichi daran gearbeitet den Atommüll zu entfernen. Die komplizierte Arbeit wird aufgrund der Pandemie zu einer noch größeren Herausforderung. Aus diesem Grund wird die Entsorgung wohl ein Jahr länger dauern.

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Eine Quelle gab am Mittwoch an, dass der Betreiber Tokyo Electric Power Company Holdings Inc. (TEPCO) ab 2021 die Reinigungsarbeiten an den Reaktoren von Fukushima Daiichi um etwa ein Jahr nach hinten verschieben muss. Ursprünglich war geplant in 2021 in Einheit Nummer zwei den geschmolzenen radioaktiven Brennstoff zu entfernen. Es handelte sich dabei um den schwierigsten Teil der Entsorgung des radioaktiven Mülls.

Pandemie verhindert Testphase von Roboter für Fukushima

Aus diesem Grund sollte auch ein spezieller Roboterarm zum Einsatz kommen, der in Großbritannien getestet werden sollte. Genauer sollte der Arm in den Sicherheitsbehälter der Einheit abgesetzt werden. Von da aus sollte er zuerst nur ein Gramm des Mülls beseitigen. Mit der Zeit soll die Menge dann so weit erhöht werden, dass pro Tag mehrere Kilogramm an Atommüll geborgen werden.

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Aufgrund der Pandemie kam es zu dem Test für den Roboter jedoch nicht, weswegen der Zeitplan sich nun massiv nach hinten verschoben hat. Geplant war, dass der Arm bereits im August auf seine Funktionsfähigkeit überprüft wird. Februar 2021 sollten dann bereits Mitarbeiter mit dem Gerät üben.

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Da nun nicht gesagt werden kann, wann der Roboterarm in Großbritannien getestet werden kann, überlegte TEPCO die Versuche doch in Japan selbst durchzuführen.

Beseitigung des Atommülls dauert Jahre

Wie der derzeitige Stand bei Einheit eins und drei ist, ist noch nicht klar. TEPCO hatte sich spezifisch Nummer zwei als Erstes für die Reinigung ausgesucht, da sie bei ihm von allen die besten Informationen zum inneren Zustand haben. Insgesamt müssen aus der Einheit 237 Tonnen Atommüll beseitigt werden.

Nach bisherigen Schätzungen wird der Prozess vermutlich mehrere Jahre dauern. Alle drei Einheiten zusammen kommen auf 880 Tonnen an Trümmerteilen, die entsorgt werden müssen. Es lässt sich deswegen nicht genau sagen, wann TEPCO mit den Arbeiten fertig sein wird. Bisher wurde nur die Angabe gemacht, dass die komplette Stilllegung von Fukushima Daiichi zwischen 2041 und 2051 abgeschlossen ist.

Ob der Zeitraum gehalten werden kann, bleibt fragwürdig. Die Pandemie macht nämlich auch direkt vor Ort dem Unternehmen große Probleme. Neben den Sicherheitsmaßnahmen für die Mitarbeiter mangelte es während der ersten Welle auch massiv an Schutzkleidung für die Angestellten. Das sorgte erneut für weitere Verzögerungen.

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