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Entrüstung auf Twitter

Entscheidung, Abe nicht anzuklagen, stößt in Japan auf viel Kritik

Die Entscheidung der Staatsanwaltschaft, Japans ehemaligen Premierminister Shinzo Abe wegen des Sakura-Skandals nicht anzuklagen, stößt im Land auf viel Kritik.

Insbesondere auf Twitter machten viele Menschen mit dem Hashtag 安倍晋三の不起訴処分に抗議します (ich protestiere gegen die Entscheidung, Shinzo Abe nicht anzuklagen) ihrem Unmut Luft.

Viele Menschen kritisieren die Entscheidung auf Twitter

Um 15:30 Uhr am 24. Dezember gab es bereits 160.000 Tweets mit dem Hashtag, auch ähnliche Hashtags, die sich auf das Thema bezogen, trendeten bei Twitter in Japan.

Mehr zum Thema:  Shinzo Abe machte über 118 Falschaussagen zum Sakura-Skandal

Am 21. Dezember befragten die Sonderermittler der Bezirksstaatsanwaltschaft Tokyo Abe, der sich der Befragung freiwillig stellte. Danach hieß es in den japanischen Medien, dass das Verfahren gegen den japanischen Ex-Premierminister eingestellt wird. Der Protest-Hashtag begann sich als Reaktion auf die Medienberichte zu verbreiten und als am 24. Dezember gegen 10 Uhr morgens die Nachricht kam, dass die Anklage gegen Abe tatsächlich fallen gelassen wurde, verstärkte sich der Protest deutlich.

In vielen Tweets hieß es, dass Abe in den Skandal verwickelt ist und sich der Verantwortung stellen muss. Ein Twitter-Nutzer schrieb: „Es ist die Pflicht derjenigen an der Spitze, die Verantwortung für Skandale zu übernehmen“, ein weiterer Nutzer schrieb: „Es gibt keine Möglichkeit, dass ein Sekretär so viel Geld nach eigenem Ermessen bewegen kann“ und „Ich möchte, dass Abe die Verantwortung für die 118 Mal, als er falsche Aussagen im Landtag gemacht hat, übernimmt, indem er von seinem Amt zurücktritt und als vereidigter Zeuge im Landtag auftritt.“

Viele andere Nutzer kritisierten, wie die Staatsanwälte mit dem Fall umgingen und schrieben: „Handelt nicht einfach so, wie die Mächtigen es wollen.“

Petition gestartet

Außerdem wurde eine Online-Petition auf Change.org gestartet, die die Staatsanwaltschaft des Distrikts Tokyo auffordert, Abe zu verhaften. Bis zum 25.12. um 11 Uhr unterzeichneten bereits 274.205 Menschen.

Am selben Tag wurde berichtet, dass eine Untersuchungskommission entschieden hat, dass der ehemalige oberste Staatsanwalt von Tokyo, Hiromu Kurokawa, gegen den die Anklage wegen Glücksspiels fallen gelassen wurde, angeklagt werden soll. Das führte dazu, dass der Hashtag „verdiente Anklage“ ebenfalls auf Twitter trendete.

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