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Erst die zweite Entgleisung eines Shinkansen in Japan

Erdbeben demonstriert die Sicherheit der Shinkansen

Laut JR East zeigt der durch das Erdbeben am 16. März entgleiste Shinkansen, wie sicher die Schnellzüge auch im Fall einer Naturkatastrophe sind.

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Nach Angaben von JR East blieben alle 78 Passagiere und das Bordpersonal unverletzt. Der Schnellzug der Tohoku-Linie entgleiste, nachdem ein Beben der Stärke 7,4 Mittwochnacht drei Menschenleben gefordert und mehr als 180 Menschen verletzt hat.

Erst die zweite Entgleisung eines Shinkansen in Japan

Das Beben vor der Küste der Präfektur Fukushima ließ den Shinkansen auf dem Viadukt zwischen dem Bahnhof Fukushima und dem Bahnhof Shiroishizao entgleisen.

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Dies war erst das zweite Mal, dass ein Shinkansen in Japan entgleist ist. 2004 entgleiste ein Schnellzug der Joetsu-Linie in der Präfektur Niigata, auch hier war die Ursache ein Erdbeben.

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Hitoshi Tsunashima, Professor für Eisenbahntechnik an der Nihon-Universität, sagte, er vermute, dass die Notbremsen, die durch das Erdbebenfrüherkennungssystem des Tohoku-Shinkansen aktiviert wurden, dazu beigetragen haben, den Schaden zu verringern.

Das Früherkennungs- und Notbremssystem hat sich bereits bei der Verhinderung eines schweren Unfalls im Jahr 2011 bewährt, als das schwere Beben der Stärke 9,0 die Region erschütterte.

Nach Angaben von JR East nutzen die Systeme Seismografen, die entlang der Shinkansen-Gleise installiert sind, um fahrende Züge anzuhalten, wenn ein Erdbeben auftritt.

In die neueste Version der Systeme fließen Daten des Erdbebenwarnsystems der japanischen meteorologischen Agentur (JMA) und auf dem Meeresboden installierte Seismometer ein.

Nach der Entgleisung in Niigata im Jahr 2004 hat JR East außerdem spezielle Metallbeschläge entwickelt. Die L-förmigen Beschläge an den Zügen fangen die Schienen bei Ereignissen wie Erdbeben auf und minimieren so die Bewegungen und das Risiko von Entgleisungen oder Kollisionen mit anderen Objekten entlang der Gleise.

Infrastruktur hat noch Schwachstellen

Ein Sprecher des japanischen Verkehrsministeriums sagte, die Maßnahmen hätten wie beabsichtigt funktioniert, aber Schäden an Strommasten machten die Mängel der Infrastruktur deutlich.

Wie JR East am Freitag mitteilte, beschädigte das Beben 24 Strommasten und Schienen an 10 Stellen. An zwei Stellen wurden Oberleitungen durchtrennt. Das Unternehmen bestätigte 20 Fälle von strukturellen Schäden an anderen Einrichtungen wie Bahnhöfen und Viadukten.

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