Anzeige
HomeNachrichten aus JapanErdbeben in Tokyo entfacht Besorgnis über die Anfälligkeit der japanischen Hauptstadt

Großes Beben direkt unter Tokyo erwartet

Erdbeben in Tokyo entfacht Besorgnis über die Anfälligkeit der japanischen Hauptstadt

Das Erdbeben, das Tokyo am Donnerstagabend erschüttert hat, hat die Besorgnis über das Erdbebenrisiko der Metropole erneut entfacht.

Anzeige

Japan hatte in der Vergangenheit immer wieder Szenarien für künftige Beben erstellt, darunter auch eines der Stärke 7 direkt unter der Hauptstadt.

Großes Erdbeben in Tokyo sehr wahrscheinlich

Die Japan Meteorological Agency (JMA) wies kurz nach dem aktuellen Erdbeben, das stärkste seit 10 Jahren, allerdings schnell darauf hin, dass es kein Vorbeben war.

LESEN SIE AUCH:  Viele Erdbebenhelfer in Tokyo wohnen zu weit von ihrem Arbeitsplatz entfernt

Shinya Tuskada sagte auf einer Pressekonferenz: „Zum jetzigen Zeitpunkt glauben wir nicht, dass das Beben im Zusammenhang zu vorhergesagten Beben unter Tokyo ist. Es fand sehr tief unter der Erdoberfläche statt und war mit einer Stärke von 5,9 eher klein.“

Unter der südlichen Kanto-Region nähert sich eine tektonische Platte von Süden her, vom Osten nähert sich eine tiefer liegende Platte, was ein großes Erdbeben in der Zukunft wahrscheinlich macht.

Anzeige

Die JMA geht davon aus, dass das Beben am Donnerstag in einer Tiefe von etwa 75 Kilometern stattgefunden hat und durch die Reibung der beiden tektonischen Platten verursacht wurde.

Laut der Meteorological Agency besteht die Wahrscheinlichkeit von 10 bis 20 Prozent, dass es in der kommenden Zeit zu einem weiteren Beben der gleichen Stärke in Tokyo kommen kann.

Bericht sieht Handlungsbedarf

Im Jahr 2013 veröffentliche die japanische Regierung einen Bericht, in dem die Wahrscheinlichkeit eines Erdbebens der Stärke 7 in der Hauptstadtregion in den nächsten 30 Jahren auf 70 Prozent geschätzt wurde.

Im schlimmsten Fall könnte das Beben bis zu 23.000 Menschen töten, mehr als 95 Billionen Yen (ca. 731 Milliarden Euro) Schaden verursachen und 610.000 Häuser zerstören.

Anzeige

Die Zahl der Todesopfer könnte jedoch um das Zehnfache, also auf etwa 2.300 Menschen, gesenkt werden, wenn rechtzeitig Vorbereitungen getroffen werden, insbesondere wenn Vorkehrungen zur Verhütung von Bränden getroffen werden, die den Prognosen zufolge für etwa 70 Prozent der Todesopfer verantwortlich sind.

Anzeige
Anzeige