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Erdbebenschockdämpfer manipuliert – Tausende Gebäude sind vom KYB-Skandal betroffen

Da es in Japan häufig zu Erdbeben kommt, sind viele große Gebäude mit sogenannten Erdbebenschockdämpfern ausgestattet. Am Dienstag kam allerdings nun heraus, dass KYB Corp. jahrzentelang die Daten für seine Dämpfer manipulierte. Mehr als 1.000 Gebäude sind bis jetzt von dem Skandal betroffen, darunter der berühmte Skytree Tower und mehrere Regierungsbüros.

Der Betreiber des Towers bestätigte, dass sie das KYB-System nutzen. Da sie weitere Geräte von der Firma nutzen, sollen diese nun genauestens geprüft werden. Ebenfalls nutzen die Regierungsgebäude in Kanagawa, Osaka, Nagano und ein Gebäude der Universität Nagoya das betroffene System.

Viele wissen bis jetzt nicht, wie sie auf den Skandal reagieren sollen. Das Infrastrukturministerium versucht die Betroffenen zu beruhigen. Laut ihnen besteht aktuell kein Risiko, dass die Gebäude bei einem Beben kollabieren. Trotz alledem reagiert das Ministerium auf den Skandal. Sie wollen noch dieses Jahr Erdbebenabsorptionsgeräte von 88 Herstellern überprüfen, um weitere Manipulierungen auszuschließen.

Osakas Gouverneur wirft mangelnde Unternehmensethik vor

Gleichzeitig gab Kabinettssekretär Yoshihide Suga am Mittwoch bekannt, dass sie weitere Maßnahmen ausarbeiten. Er will die Sicherheit der betroffenen Gebäude gewährleisten und weitere derartige Fälle in der Zukunft verhindern. Osakas Gouverneur Ichiro Matsui blieb weniger ruhig und griff KYB direkt an.

Er forderte einen umgehenden Austausch der Teile und will gegen die sinkende Unternehmensethik aufmerksam machen. Firmen sollen sich bewusst machen, dass sie mit Datenfälschungen Menschen gefährden. KYB bestätigte bereits, dass sie die Systeme schnellstmöglich ersetzen werden.

Seit Jahren sind die Daten wohl manipuliert

Nach bisherigen Angaben sind mindestens acht Inspektoren des Unternehmens an dem Betrug beteiligt. Zusammen mit einer Tochtergesellschaft manipulierte KYB zwischen Januar 2003 bis diesen September Daten. Genauer beziehen sie die falschen Werte auf zwei Arten von Öldämpfern aus den Werken Tsu in Mie und Kani in Gifu. Die Inspektoren waren über die Praktik informiert und sprachen sich in den letzten Jahren ab.

Unterschriften von den acht Verdächtigen belegen, dass sie von den falschen Daten wussten. Bis jetzt ist noch nicht genau klar, wie groß das Ausmaß des Betruges ist. Da jedoch KYB seine Stoßdämpfer ebenfalls in Autos und Züge verbaut und in 24 Ländern operiert, könnte es zu einem internationalen Skandal kommen. KYB richtete eine externe Kommission ein, um das Ausmaß zu bestimmen. Ende des Jahres soll es wahrscheinlich den offiziellen Bericht geben.

Quelle: Mainichi Shimbun

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