Stats

Anzeige
Home News Erhöhung der Studiengebühren löst in Japan Proteste aus

Erhöhung der Studiengebühren löst in Japan Proteste aus

Schlecht Informiert

Die Erhöhung der Studiengebühren an fünf nationalen japanischen Universitäten seit dem Frühjahr 2019 hat bei den Studenten Proteste ausgelöst.

Die Studenten argumentieren, dass man ihnen nicht gesagt hat, warum sie mehr Geld für ihre Ausbildung ausgeben müssen.

Einige Universitäten erhöhen Studiengebühren um 20 Prozent

Die jährlichen Studiengebühren für Studenten an 82 nationalen Universitäten waren seit der Gründung der Schulen im Jahr 2004 auf die Standardsumme von bis zu 535.800 Yen (ca. 4.498 Euro) festgelegt worden.

Zuvor hatte die Regierung eine Standardgebühr festgelegt und dabei Variablen wie den Anstieg der Rohstoffpreise und den Ausgleich mit privaten Universitäten berücksichtigt.

Nationale Universitäten können nach einer neuen Verordnung die Studiengebühren um bis zu 20 Prozent erhöhen, aber die meisten Universitäten haben ihre Gebühren auf dem Niveau der Standardgebühr beibehalten.

Mehr zum Thema:  Japans Regierung streicht Universität Zuschüsse wegen vermissten Studenten

Das Tokyo Institue of Technology hatte als erste Universität begonnen, die Studiengebühren anzuheben. Auch die Universität der Künste in Tokyo erhöhte ihre Studiengebühren ab 2019. Die  Chiba-Universität, die Hitotsubashi-Universität und die Medizinische und Zahnärztliche Universität von Tokyo beschlossen, ihre Studiengebühren ab dem akademischen Jahr 2020 zu erhöhen.

Jede Universität führte die Erhöhungen auf die Notwendigkeit zurück, ihre Programme zu bereichern und im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Die Hitotsubashi-Universität kündigte die Anhebung der Studiengebühren im September 2019 auf ihrer Website an.

„Wir werden die erhöhten Einnahmen unter anderem zur Steigerung unserer globalen Wettbewerbsfähigkeit und zur Verbesserung unseres Bildungsumfelds verwenden“, kommentierte ein Mitarbeiter für Öffentlichkeitsarbeit an der Universität Hitotsubashi.

Studenten wurden schlecht informiert

Eine im Oktober und November 2019 von einer Studentengruppe durchgeführte Umfrage unter den derzeitigen und zukünftigen Studenten ergab jedoch, dass nur etwa 60 Prozent der 280 Befragten über die Studiengebührenerhöhung und deren Gründe informiert waren.

„Die Universität hat nicht deutlich gemacht, wie viel Geld sie für welche Zwecke benötigt“, sagte ein Student, der die Umfrage anführte.

Bei einer Versammlung, die am 7. Dezember in der Universität Hitotsubashi stattfand, schlossen sich auch Studenten anderer Institutionen, darunter von der Chiba-Universität und der Universität der Künste in Tokyo, an. Die Teilnehmer riefen die nationale Studentengruppe der Universität dazu auf, die Studiengebührenerhöhungen zu stoppen.

Die öffentlichen Subventionen für die nationalen Universitäten wurden seit der Gründung im akademischen Jahr 2004 jährlich um 1 Prozent gekürzt, während sie gleichzeitig aufgefordert wurden, ihre Einnahmen zu erhöhen. Im Haushaltsjahr 2016 wurde ein System zur Bindung der Subventionen eingeführt, das den Fortschritten der Universitäten bei den internen Reformen entspricht.

Masayuki Kobayashi, ein Experte für die Kostenbelastungen der Hochschulbildung, sagte: „Die Universitäten haben bisher durchgehalten, ohne ihre Studiengebühren zu erhöhen, um ihren Auftrag, gleiche Bildungschancen zu schaffen, zu erfüllen.“ Er fügte jedoch hinzu: „Die Universitäten sind gegenüber den Studenten und der Gesellschaft als Ganzes dafür verantwortlich, zu erklären, was verbessert werden kann, wie z.B. spezifische Bildungsaktivitäten, durch Wandergebühren“.

MA

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren:

Rolling Sushi - der Japan-Podcast

Rolling Sushi - Japan für die Ohren

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here