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HomeNachrichten aus JapanErneut tritt ein japanische Abgeordneter wegen nächtlicher Partys zurück

Bereits drei Politiker mussten gehen

Erneut tritt ein japanische Abgeordneter wegen nächtlicher Partys zurück

In den letzten Wochen sorgten in Japan mehrere Politiker für Aufsehen, da sie trotz des Ausnahmezustandes heimlich Auswärts essen ging. Ein Abgeordneter der Liberaldemokratischen Partei (LDP) gab nun deswegen seinen Rücktritt bekannt, womit er jedoch nicht der Erste ist.

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Am Mittwoch teile das Unterhausmitglied Takaki Shirasuka auf einer Pressekonferenz mit, dass er nicht erneut für die Unterhauswahlen antreten wird. Er entschuldigte sich dabei zutiefst, dass er trotz der Corona-Maßnahmen in einer Lounge gefeiert hatte. Shirasuka ist in seiner dritten Amtszeit für die Präfektur Chiba Mitglied des Unterhauses. Ebenfalls ist er der ehemalige Vize-Bildungsminister.

Magazin deckt Vergehen des Abgeordneten auf

Das Wochenmagazin Shukan Bunshun hatte von den nächtlichen Ausflügen des Politikers auf ihrer Webseite berichtet, was zu Empörung in der Öffentlichkeit führte. Laut dem Magazin hatte Shirasuka zusammen mit einer Frau am 10. Februar ein französisches Restaurant im Akasaka Viertel von Tokyo besucht, das er um etwa 20:20 wieder verließ.

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Danach ging er noch in eine Lounge im Azabujuban Distrikt, wo er laut dem Magazin von 20:30 Uhr bis 22 Uhr blieb. Im Rahmen des Ausnahmezustandes in Tokyo und weiteren Präfekturen sind alle Menschen angehalten nicht mehr nach 20 Uhr Restaurants oder Bars zu besuchen. So soll eine weitere Ausbreitung von Covid-19 verhindert werden.

Drei Parteikollegen sind bereits gegangen

Mit Shirasuka geht mittlerweile das vierte Parteimitglied wegen nächtlicher Partys. Bereits Anfang des Monats gingen drei andere Parteikollegen, weil sie zusammen Hostessenbars in Ginza besucht hatten. Für den Premierminister Yoshihide Suga bedeutet das nur einen weiteren Rückschlag für seinen Ruf.

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Seine Beliebtheit sinkt bereits seit Wochen, was zum einen an den zahlreichen Skandalen liegt und zum anderen an seinem Umgang mit der Pandemie, der stark kritisiert wird. Suga selbst sorgte bereits mit Restaurantbesuchen für Empörung und auch einer seiner Söhne hielt sich nicht an die Maßnahmen des Ausnahmezustandes.

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