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Erneuter Raketentest: Shinzo Abe warnt vor zunehmender Bedrohung durch Nordkorea

Das nordkoreanische Regime hat trotz internationaler Drohungen den erfolgreichen Test einer neuen Interkontinentalrakete verkündet. Premierminister Shinzo Abe reagierte umgehend und äußerte gegenüber Reportern, dass der erneute Test zeige, dass die Bedrohung durch Nordkorea gestiegen sei.

Laut eigenen Angaben hat Nordkorea am Dienstag morgen erstmals erfolgreich eine Interkontinentalrakete (ICBM) gestartet. Der Test der ballistischen Interkontinentalrakete Hwasong 14 markiere einen „Durchbruch auf dem Weg zu einem selbstbewussten und mächtigen Nuklearstaat, der jedes Ziel auf der Welt treffen könnte.“ Machthaber Kim Jong Un habe den Test persönlich überwacht, so das nordkoreanische Staatsfernsehen.

Aus Südkorea, den USA und Japan heißt es, dass es sich bei dem erneuten Test wohl eher um eine Mittelstreckenrakete gehandelt habe, aber bisher könne man nicht ausschließen, dass das Geschoss nicht doch vom Typ Interkontinentalrakete gewesen ist. Fest steht: das Geschoss war ca. 40 Minuten in der Luft und hat eine Höhe von ca. 2.500 Kilometern erreicht, bevor es in der 200-Meilen-Zone vor Japans Küste ins Meer stürzte. Damit war die Rakete länger und höher in der Luft, als bei vorigen Tests. Der Unterschied zwischen Lang- und Mittelstreckenrakete ist zunächst einmal die Reichweite der Geschosse. Interkontinentalraketen können Ziele in einer Entfernung von über 5500 Kilometern treffen.

Die Bedrohung durch Nordkorea nimmt weiter zu

Regierungssprecher Yoshihide Suga ließ verlauten, dass der Abschuss „niemals toleriert werden kann“. Premierminister Shinzo Abe äußerte am frühen Dienstagmorgen, dass Nordkorea es trotz wiederholter Warnungen erneut gewagt habe, einen ballistischen Raketentest durchzuführen. „Der diesmalige Raketentest hat deutlich gezeigt, dass die Bedrohung durch Nordkorea zunimmt.“

Dreier-Gespräche auf dem G-20 Gipfel in Hamburg

Abe wird am Mi., den 06.07.2017 nach Deutschland fliegen, um am bevorstehenden G-20 Gipfel teilzunehmen. Dort wird er unter anderem mit US-Präsident Donald Trump und Südkoreas Staatschef Moon Jae In zusammenkommen, um ein weiteres Vorgehen im Nordkorea-Konflikt zu beraten. Abe bekräftigte zudem, dass er Chinas Präsident Xi Jinping und das russische Staatsoberhaupt Wladimir Putin dazu bewegen möchte, ihr Engagement zu verstärken, um konstruktiv zu einer Konfliktlösung beizutragen.

Erst vor wenigen Tagen haben Japan, Südkorea und die USA sich darauf geeinigt, entschlossener gegen das nordkoreanische Regime vorzugehen.

Provokationen aus Nordkorea – Japan in der Schusslinie

Seit letztem Jahr hat Nordkorea trotz internationaler Warnungen mehrere Raketentests durchgeführt. Allein neun davon in diesem Jahr. Von insgesamt 4 ballistischen Raketen, die im März 2017 getestet worden sind,landeten 3 innerhalb der 200-Meilen-Zone vor der japanischen Küste. Erst vor wenigen Wochen hat Nordkorea erneut ein Geschoss abgefeuert. Das Regime in Pjöngjang verfolgt dabei u.a. das Ziel, eine nukleare Langstreckenrakete zu entwickeln, die die Westküste der USA erreichen kann. Mit den Raketentests verstößt Nordkorea gegen bestehende UN-Resolutionen. Die Vereinigten Staaten drohten dem Regime in Pjöngjang zuletzt mit einem möglichen Militärschlag. Auch Japan hatte nach den letzten Raketenstarts mit „konkreten Schritten“ gedroht und die Provokationen aufs Schärfste verurteilt.

Sorge vor einem nordkoreanischen Raketenangriff

In Japan hofft man nach den Provokationen Nordkoreas zwar weiterhin auf eine friedliche Lösung, aber die Regierung hat die Bevölkerung schon vorsorglich vor einem möglichen Angriff gewarnt und verschiedene Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt.

Quelle: Japan Today

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