Erste Einheit gegen Onlinekriminalität in der Ground Self-Defense Force (GSDF) geschaffen

Um die Verteidigungskommunikation des Militärs vor Angriffen aus dem Internet zu schützen, plant das japanische Verteidigungsministerium die Einführung einer Einheit gegen Onlinekriminalität. Sie wird die erste ihrer Art sein.

Zugeordnet wird diese Schutzeinheit der regionalen westlichen Armee der Ground Self-Defense Force. Die Sicherung der Verteidigungskommunikation soll auch Personal umfassen, das auf Inseln und ohne Ausrüstung sicherer Leitungen stationiert ist.

Die westliche Armee der GSDF schützt die südlichen Regionen Japans wie die Hauptinsel Kyushu, die Präfektur Okinawa und abgelegene Inseln im Süden. Die zu Okinawa gehörigen Senkaku-Inseln werden von China beansprucht. Darum kreuzen dort chinesische Militärschiffe in den Gewässern.

Die neue Cyber-Einheit wird 40 Mitglieder umfassen und ab 2019 ihre Tätigkeit aufnehmen. Regulär verwenden die japanischen Selbstverteidigungskräfte ein offenes Kommunikationssystem, das über eine Internetverbindung erfolgt. Doch um die Sicherung sehr vertraulicher Interaktionen gewährleisten zu können, ist ein abgesichertes geschlossenes System vonnöten.

Gerade die inselübergreifende Kommunikation im Süden Japans besteht aus Drahtlosverbindungen, die anfällig für Hackerangriffe sind. Eine sichere SDF-Telekommunikationsinfrastruktur ist hier schwer möglich. Genau aus diesem Grund wird die Cyber-Einheit eingesetzt werden. Die Richtlinien des Nationalen Verteidigungsprogramms werden von der japanischen Regierung überarbeitet werden, um das Potenzial der Self Defence-Forces (SDF) zu stärken. Dazu gehört neben den Cyberattacken auch die Stärkung der Kompetenzen bezüglich Bedrohungen im All oder elektronischer Kriegsführung.

Insgesamt sollen alle Cyber-Einheiten bis Ende des aktuellen Geschäftsjahres 430 Mitarbeiter umfassen. Zusätzlich erwägt das japanische Verteidigungsministerium eine Erhöhung der Mitarbeiterzahl um 1.000. Die Konsultation externer Sicherheitsexperten als Berater für die Mitglieder solcher Einheiten soll als zusätzliche Option geprüft werden.

Quelle: Mainichi Shimbun

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