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Erste Präfektur in Japan erkennt ab Juli Partnerschaften von LGBT-Paaren an

Erste Präfektur macht es LGBT-Paaren einfacher ein gemeinsames Leben zu gestaltet

Die Präfektur Ibaraki gab am Montag bekannt, dass sie ab 1. Juli Partnerschaftszertifikate für lesbische, schwule, bisexuelle und transsexuelle Paare ausgeben wird.

Bereits Fukuoka und einige kleinere Städte haben ein ähnliches System zur Anerkennung von Partnerschaften sexueller Minderheiten eingeführt. Ibaraki wird jedoch die Erste unter den 47 Präfekturen sein, die so ein Zertifikat einführt.

„Dies ist eine Frage der Menschenrechte und wir müssen schnell sein, um Diskriminierung und Vorurteile zu beseitigen“, sagte Ibarakis Gouverneur Kazuhiko Oigawa auf einer Pressekonferenz.

Zertifikat ermöglicht Paare Einwilligung für Operationen zu geben

Antragsteller müssen mindestens 20 Jahre alt sein und in der Präfektur Ibaraki leben.

Die Bescheinigung ist allerdings nicht rechtsverbindlich, ermöglicht es Paaren allerdings, im Präfekturhaus zu mieten oder die Einwilligung für eine Operation im Zentralkrankenhaus der Präfektur Ibaraki zu erteilen. In der Vergangenheit gab es oft Probleme wegen dieser Einwilligung.

Mehr zum Thema:  Immer mehr Japaner bekommen ein Bewusstsein für LGBT

Ibaraki erstellte im November einen umfassenden Plan zur Förderung der Vielfalt und verabschiedete im März eine Verordnung, die die Diskriminierung sexueller Minderheiten verbietet. Nach Tokyo ist Ibraraki die zweite Präfektur in Japan, die so eine Verordnung auf den Weg gebracht hat.

Japanische Regierung will nicht über gleichgeschlechtliche Ehe diskutieren

Ibraraki zeigt mit der Aktion, dass die Unterstützung für LGBT in Japan immer größer wird. Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2018 sind etwa 78 Prozent der Japaner für die gleichgeschlechtliche Ehe.

Trotzdem spielt das Thema bei der japanischen Regierung keine große Rolle.

Ein Gesetzesentwurf für gleichgeschlechtliche Ehen wurde Anfang dieses Monats zur Diskussion gebracht. Allerdings rechnet kaum einer damit, dass das Gesetz die beiden Kammern des japanischen Parlaments durchqueren wird.

Beide Kammern werden von einer, von der Liberaldemokratischen Partei geführten Koalition, kontrolliert und ein Sprecher der LDP sagte bereits, dass es keine Pläne gibt über die gleichgeschlechtliche Ehe zu debattieren.

Zudem wird befürchtet, dass konservative Kräfte in der Politik das Gesetz mit allen Mitteln verhindern werden.

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