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Verstorbener Arzt erhält offizielle Einstufung

Erster Coronavirus-Todesfall wird in Japan als Arbeitsunfall anerkannt

In Japan ist die Zahl der Neuinfektionen mit Covid-19 so hoch wie noch nie. Auch die Todesfälle sind leider in den letzten Wochen gestiegen. Nun wurde erstmals ein Todesfall durch den Virus offiziell als Arbeitsunfall deklariert.

Bei dem Verstorbenen handelt es sich um einen 72 Jahre alten Arzt, der sich im März mit dem Virus infizierte. Zu dem Zeitpunkt arbeitete er als Direktor des Kita-Harima Medical Center in Ono, Hyogo. Am 5. März habe der Arzt noch wie üblich ambulante Patienten untersucht. Am nächsten Tag bekam er jedoch hohes Fieber und musste am 9. März selbst in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Entscheidung könnte als Vorbild dienen

Ein Polymerase-Kettenreaktionstest bestätigte am nächsten Tag, dass er sich mit Covid-19 infiziert hatte. Mit den folgenden Tagen entwickelte er eine Lungenentzündung und weitere schwerwiegende Symptome, woraufhin er nach Kobe verlegt wurde. Am 25. April erlag der Arzt den Folgen der Infektion und starb.

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Die Zweigstelle der Präfektur Hyogo des Fonds für Unfälle von Mitarbeitern der Kommunalverwaltung beschloss jetzt, dass er im Rahmen seiner Arbeit verstorben ist. Seit dem 5. Juni ist die Einstufung offiziell.

Es ist das erste Mal, dass ein derartiger Todesfall als Arbeitsunfall anerkannt wird und das könnte jetzt als Vorbild für andere Fälle dienen. Die Familie des Arztes hat nun ein Recht auf Entschädigung. In derselben Klinik infizierten sich noch ein weiterer männlicher Arzt und zwei weibliche Krankenschwestern, die jedoch die Infektion überlebten.

MS

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