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Weitere Japaner wurden mit Sternen für ihr Essen ausgezeichnet

Erster japanischer Koch in Frankreich erhält drei Michelin-Sterne

Köche mit Michelin Sternen gelten meistens als die besten ihres Faches und Restaurants reißen sich um sie. Je mehr Sterne ein Koch hat, um besser ist in der Regel der Ruf. Nun erhielt zum aller ersten Mal ein Japaner in Frankreich die Höchstzahl bei der Verleihung in Paris.

Der 42-jährige Kei Kobayashi aus Nagano erhielt am Montag seinen dritten Michelin-Stern und damit die höchste Auszeichnung. Kobayashi erklärte, dass japanische Köche sich einen Platz an der Spitze der französischen Küche verdient haben. Es gebe mittlerweile viele Japaner in Frankreich und sie würden akzeptieren, wie Kobayashi finde. Seine Küche selbst will er weder als japanisch noch französisch einordnen, sie sei lediglich das Beste.

Restaurant wird von Kritikern gefeiert

Gleichzeitig bedankt er sich bei Frankreich. Weiter gab er im Gespräch zu, dass er keine einfache Person zum Arbeiten ist, da er Perfektionist ist. Er sei hart und fordere viel von seinem Team, nur um dann noch mehr zu wollen. Kobayashis Restaurant Kei gibt es bereits seit neun Jahren in Paris und wird zusammen mit seiner Frau Chikako betrieben. Besonders mit seinen Fischgerichten begeistert er dort die Gäste. Kritiker loben ihn für die Präzision und wie er einfache Gericht umsetzt. Im roten Führer wird von Virtuosen des Geschmacks und einer delikaten, einprägsamen Küche geschwärmt.

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Allerdings gibt es ebenfalls negative Kritik. Die Webseite Atabula sagt, dass es Kobayashi an Kohärenz und Emotionen fehlt. Zwei Sterne seien gerechtfertigt, drei hingegen etwas flach. Das macht dem Japaner nicht viel aus, er arbeitet weiter an seiner Küche. Das Kochen liegt ihm dabei schon im Blut, sein Vater war Küchenchef eines Kaiseki Restaurant.

Kobayashi wollte Koch der französischen Küche werden, nachdem er eine Dokumentation des Kochs Alain Chapel im Fernsehen sah, der Pionier der Nouvelle Cuisine ist. 1998 zog er nach Frankreich, nachdem er bereits in einem französischen Restaurant in Japan lernte. In Frankreich arbeitet er unter Gilles Goujon im Auberge du Vieux Puits und Alain Ducasse im Plaza Athenee. Später gründet er dann das Restaurant Kei.

Japaner an der Spitze der Sterneküche

Kobayashi war an dem Abend nicht der einzige Japaner, der sich über Sterne freuen konnte. Kazuyuki Tanaka gewann zwei für sein Restaurant Racine in Reims. Yasunari Okazaki erhielt ebenfalls zwei Sterne für sein Sushi und Crossover-Küche im L’Abysee au Pavillon Ledoyen in Paris.

Tatsächlich sind immer mehr japanische Köche an der Spitze in Frankreich zu finden. Ein Zeichen dafür, dass sich die französische Gastronomie immer mehr Ausländern öffnet. Unter anderem gehören zu den Top-Köchen noch Takao Takano im Lyon mit zwei Sternen und Masafumi Hamano im Au 14 Fevrier. Beide sorgten letztes Jahr für ordentlichen Wirbel in der Elite der Michelin Köche. Dazu kommen noch Keigo Kimura vom Asperule und Takafumi Kikuchi vom La Sommeliere, die 2019 je einen Stern bekamen, dafür dass sie die französische Küche neu definierten.

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