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Erstes Sumo-Geister-Turnier in Osaka gestartet

Die Kämpfer waren mit Feuereifer vor leeren Rängen dabei

Das erste Mal seit 75 Jahren fand am 8. März ein Sumo-Turnier in Osaka hinter verschlossenen Türen statt. Erneut zeigte sich, dass Enho der größte Gegner für die anderen ist.

Obwohl das Sumo-Turnier wegen des Ausbruchs des Coronavirus vor leeren Rängen in der bekannten Edion Arena Osaka stattfand, erklärte Fan-Liebling Enho, dass er trotzdem mit vollem Kampfgeist angetreten sei. Die leeren Plätze sorgten aber trotzdem für eine unheimliche Stimmung.

Teilnehmer geteilter Meinung

Aber auch die Sumo-Kämpfer stellten sich die Frage, warum sie überhaupt antraten, wenn ihre Fans nicht dabei sein können, um ihnen zuzujubeln. Vielleicht war dies einer der Gründe, dass Enho am ersten Tag des Turniers gegen den vermeintlich schwächeren Mitakeumi verlor.

Mehr zum Thema:  Sumo in Japan

Viele Mitnehmer sagten, dass sie mit gemischten Gefühlen zum Grand-Sumo-Frühlingsturnier antraten. Zu Beginn trat der Vorsitzende der Japanischen Sumo-Vereinigung, Hakkaku, in den Ring und wandte sich an das Publikum, das dem Turnier in Form einer Live-Schaltung im Fernsehen folgen konnte.

Er versprach, dass alle Teilnehmer alle erdenklichen Anstrengungen unternehmen werden, um die nächsten 15 Tage zu überstehen. Gleichzeitig hoffe man, dass die Kraft des Sumo nicht nur den Menschen in Japan, sondern auch weltweit Mut und Inspiration gibt und dazu beiträgt, Frieden und Ruhe in die Welt zurückzuholen.

Sumo-Turnier eröffnet
Eröffnungsveranstaltung vor leeren Rängen Bild: Yuki Shibata

Normalerweise hält der JSA-Vorsitzende die Eröffnungsrede eines Turniers in Anwesenheit der drei ranghöchsten Teilnehmer. In diesem Jahr beschloss Hakkaku, alle höheren Ringer und die Zeremonienmeister, die für die Festlegung der Rangliste zuständig sind, hinter sich zu versammeln, um eine geschlossene Front nach außen zu transportieren.

Kein normales Turnier

Zum Schutz vor dem Coronavirus kam keiner der Teilnehmer mit einem öffentlichen Verkehrsmittel. Stattdessen teilten sich viele Sumo-Ringer ein Taxi, um zur Arena zu kommen. Einige kamen schon mehrere Stunden vor Beginn des Turniers an.

Wer einmal in der Veranstaltungshalle war, durfte diese nicht wieder verlassen, sodass die Umkleidekabinen mit Assistenten überfüllt waren, die auf die Ankunft der Ringer warteten. Während bei der Eröffnungszeremonie die Besucher immer rege beteiligt waren, herrschte diesmal Stille. Nur die schweren Schritte der Ringer waren zu hören, die durch die menschenleere Arena gingen. Nur wenige JSA-Mitglieder und Vertreter der Medien waren vor Ort.

Wenn ein Ringrichter Einspruch gegen eine Entscheidung des Schiedsrichters einlegte, kommt es normalerweise immer wieder zu Reaktionen aus dem Publikum. Auch diese fehlten diesmal. Zusätzlich müssen alle Sumo-Ringer an jedem Tag des Turniers ihre Körpertemperatur überprüfen. Bei der Eröffnungsfeier waren alle Teilnehmer gesund und vor Ort.

Sollte einer der Teilnehmer positiv auf das COVID-19 Virus getestet werden, wird die JSA das Turnier unverzüglich abbrechen. Die Sumo-Ringer erklärten, sie würden von Tag zu Tag sehen, wie es weitergeht.

AS

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