Anzeige
HomeNewsEsport wird für japanische Kinder in der Pandemie zum Englischunterricht

Kinder lernen nun gerne

Esport wird für japanische Kinder in der Pandemie zum Englischunterricht

Aufgrund der Pandemie haben viele Kinder in Japan deutlich mehr Zeit zu Hause verbracht als sonst. Das hat sich unter anderen auf ihren Alltag ausgewirkt. So wird mittlerweile Esport als moderner Englischunterricht verwendete.

Gecipe Inc. ist ein Start-up aus Tokyo, die 2020 das ungewöhnliche Projekt gestartet haben. Sie sind aufgrund der Schulschließung letztes Jahr als Teil der Coronamaßnahmen auf die Idee gekommen Esport mit Englischunterricht zu kombinieren.

Englisch lernen auf eine spaßige Art

In 80 Minuten langen Sitzungen dürfen sich die Schüler nur auf Englisch über eine Messaging-App mit dem Lehrer und anderen Spielern verständigen. Gespielt werden dabei beliebte Battle Royal Games wie Fortnite. Schüler lernen so schnell neue Wörter oder Sätze und wie sie verwendet werden können.

LESEN SIE AUCH:  Japan will mehr auf die Expansion des eSports setzen

Wöchentlicher Unterricht kostet pro Monat 8.800 Yen (ca. 66 Euro). Unterrichtet wird von Trainern, die neben Erfahrungen im Esport auch fließend Japanisch und Englisch sprechen. Einige leben dabei zurzeit in Australien, den USA oder Malaysia. Bisher gibt es Kurse für Grund- und Mittelstufen.

CEO Takuya Manabe erklärte, dass er während der ersten Welle sah, wie sein Sohn, der in die Grundschule geht, bis zu sieben Stunden am Tag am Spielen war. Da selbst die Paukschulen geschlossen waren und sie nicht wussten, ob Kindern in den Park dürfen, war Manabe besorgt.

Sein Sohn machte zwar immer schnell seine Hausaufgaben, spielte danach aber nur noch Videospiele und er hatte Sorge, dass er süchtig wird. Tatsächlich haben Kinder letztes Jahr allgemein deutlich mehr Videospiele gespielt. Manabe wollte deswegen etwas finden, dass sinnvoller ist, kam er auf die Idee mit dem Englischunterricht.

Unternehmen will allgemein den Esport in Japan fördern

Und die Idee ist ein riesiger Erfolg. Zahlreiche Menschen haben sich für den Unterricht angemeldet, darunter viele Grundschulkinder. Weitere hunderte Menschen warten hingegen noch auf einen Platz bei Gecipe. Nach wie vor findet der Unterricht und die Schulclubs in Japan nur eingeschränkt statt.

Doch nicht nur die Kinder sind begeistert, auch von den Eltern bekommt das Unternehmen viel positives Feedback. Oft wollen Kinder nämlich keinen weiteren Unterricht haben und werden von Eltern dazu gedrängt. Bei den Esport-Kursen wird sich hingegen schon auf die nächste Stunde gefreut.

Gecipe hat schon weitere Pläne für die Zukunft. Sie wollen die Kurse für fortgeschrittene ausbauen, um Esportlern im Land dabei zu helfen international Fuß zu fassen. Im Gegensatz zu vielen anderen asiatischen Ländern ist die Branche in Japan nämlich immer noch am Anfang.

Um den digitalen Sport zu fördern wird auch gerade in Zusammenarbeit mit Tokyo Metro Co. an der Eröffnung des ersten Esport-Traingszentrums gearbeitet, das zurzeit im Kita Bezirk von Tokyo entsteht.

Anzeige
Anzeige

Weitere Themen