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Evakuierungsplan für die Segler bei den Olympischen Spielen macht Probleme

Nächstes Jahr finden in Japan die Paralympischen und Olympischen Spiele statt. Ein Grund, wieso die Regierung aktuell alle Hände voll zu tun hat. Unter anderem mussten sie für alle Fälle Evakuierungspläne ausarbeiten. Die machen jedoch in Bezug auf eine Naturkatastrophe Probleme. Laut Experten sind die Maßnahmen für Segler bei einem Tsunami äußerst schwierig.

Es ist durchaus möglich, dass es während der Spiele zu einem Erdbeben kommt, das anschließend einen Tsunami auslöst. Der könnte sogar den Shonan Hafen in Fujisawa in der Präfektur Kanagawa treffen. Dort finden in dem Zeitraum jedoch Rennen der Segler statt. Demnach benötigt es einen effizienten Evakuierungsplan, falls es zu einem Tsunami kommt.

Ausreichende Maßnahmen zu ergreifen, ist jedoch schwer. Denn nur 90 Sekunden nach einem möglichen Megabeben kann die Flutwelle bereits den Bereich mit den Sportlern treffen. Nach etwa sechs bis acht Minuten erreicht das Wasser dann die Zuschauer. Simulationsdaten zeigen deutlich, dass kaum Zeit für eine Flucht bleibt.

Todesrate ist extrem hoch

Die Simulation erstellte ein privates Unternehmen, das Kanagawa selbst beauftragte. Sie nahmen für die Berechnungen neun unterschiedlich starke Erdbeben. Das Organisationskomitee sieht in den berechneten Daten jedoch kein Problem. Laut ihnen ist es möglich, alle rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Experten sehen das allerdings anders und bezeichnen eine Evakuierung als äußerst schwierig. Das Komitee sollte deswegen alle Teilnehmer und Zuschauer unbedingt über die drohende Gefahr informieren.

Die Mainichi Shimbun erklärte, dass bei einem Beben der Stärke 8,2 eine komplette Rettung so gut wie unmöglich ist. Nach den Standards des Kabinetts gibt es schon Verluste, wenn es an Land eine Wassertiefe von 30 Zentimetern gibt, da die Evakuierung schwierig ist. Bei einem Meter steigt die Todesrate sogar schon auf 100 Prozent. Das tritt jedoch laut der Simulation schon nach 90 Sekunden im Bereich für die Sportler und Angestellten ein. Ähnlich verhält es sich bei den Zuschauern, die sich in der Zone mit Sturmspeeren befinden. Nach sechs Minuten ist der Stand bei 30 Zentimetern und nach acht bei einem Meter.

Komitee will Evakuierungsplan nicht veröffentlichen

Trotz der eindeutigen Zahlen beharrt das Komitee darauf, dass sie alle Menschen retten können. Für den gefährdetsten Bereich mit den Sportlern gibt es insgesamt sechs ausgewiesene Notunterkünfte. Nur eine davon befindet sich im hügeligen Gebiet. Einen genauen Evakuierungsplan wollten die Zuständigen allerdings nicht veröffentlichen.

Das Organisationskomitee änderte bereits aufgrund der Tsunami-Gefahr seine Pläne. Ursprünglich sollten 5.000 Zuschauer auf der Ostseite des Hafens in der Zone mit den Sportlern sitzen. Aufgrund der Gefahr reduzierten sie die Zahl jedoch auf 3.000 Personen. Jedoch ergibt sich mit den Sportlern, Mitarbeitern und Reportern immer noch eine Zahl von 5.700 Menschen in dem Bereich. Ob wirklich so viele Menschen zwischen dem 26. Juli und 5. August 2020 anwesend sind, ist nicht jedoch nicht gesichert. Es kann durchaus sein, das weniger Zuschauer aufgrund der Gefahr kommen.

Quelle: Mainichi Shimbun

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