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Ex-Bürokrat soll wegen tödlichem Autounfall an die Staatsanwaltschaft verwiesen werden

Unfall sorgte für viel Kritik in Japan

Im April verursachte ein ehemaliger leitender Bürokrat einen Autounfall, bei dem eine Mutter und ihre kleine Tochter starben.

Der 87 Jahre alte Mann verlor am 19. April die Kontrolle über sein Fahrzeug. Er überfuhr eine Mutter und ihre dreijährige Tochter, acht weitere Menschen wurden teils schwer verletzt.

Autounfall sorgte für viel Kritik in Japan

Der Unfall hat in Japan viel Kritik hervorgerufen, da der Mann nicht verhaftet wurde und die japanische Presse sich in ihrer Berichterstattung sehr zurückhielt. Daher gingen viele Menschen davon aus, dass der Status eines ehemaligen Bürokraten ihn zum Menschen erster Klasse gemacht hat. Der Mann war der ehemalige Leiter der Agentur für industrielle Wissenschaft.

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Bei seiner Vernehmung gab er an, dass er möglicherweise das Gaspedal mit der Bremse verwechselt hatte. Die Untersuchungen des Autos ergaben, dass es keinen mechanischen Defekt gab.

Laut den Ermittlern wurde auch untersucht, ob körperliche oder geistige Beeinträchtigungen im Zusammenhang mit Erkrankungen wie der Parkinsonkrankheit oder Demenz zum Unfall beigetragen haben könnten.

Keine Verhaftung und Verhör nur nach Einverständnis des Fahrers

Die Polizei stand unter Beschuss, weil sie Iizuka nur verhört hatten, da er sein Einverständnis gegeben hatte, ohne ihn festzunehmen. Der Ehemann der verstorben Frau startete eine Petition, in der er eine harte Strafe für den Fahrer forderte und reichte rund 390.000 Unterschriften zur Unterstützung bei der Staatsanwaltschaft des Bezirks Tokyo ein.

Der Anstieg der Verkehrsunfälle durch ältere Fahrer ist in Japan zu einem großen sozialen Problem geworden. Während die Polizei ältere Menschen auffordert, ihren Führerschein abzugeben, berufen sich viele ältere Einwohner – insbesondere in ländlichen Gebieten – auf den Mangel an öffentlichen Verkehrsmitteln.

Japans Regierung denkt über Maßnahmen nach

Die Polizei geht davon aus, dass 57.000 ältere Führerscheininhaber unter Demenz leiden und ein Unfallrisiko darstellen.  Bis Juni haben ältere Autofahrer über 100 tödliche Unfälle in Japan verursacht. Immer wieder wird daher gefordert, dass Menschen über 75 Jahren ihren Führerschein freiwillig abgeben.

Die japanische Regierung prüft zurzeit mehrere Maßnahmen, um das Unfallrisiko zu senken und die Mobilität älterer Menschen zu gewährleisten. Darunter auch ein automatisches Bremssystem.

Kyodo

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