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Ex-Nissan-Chef auf Kaution freigelassen

Im November sorgte Nissan Motor Co. Chef Carlos Ghosn für einen internationalen Skandal. Aufgrund Betrugs und möglicher Steuerhinterziehung nahm die Staatsanwaltschaft von Tokyo ihn fest. Bis vor Kurzem saß er ohne Kontakt zur Öffentlichkeit in Haft. Am Mittwoch ließ das Gericht ihn nun nach 108 Tagen frei, allerdings nur auf Kaution.

7.910.042 Euro zahlten Ghosns Anwälte, um ihn freizubekommen. Es war bereits der dritte Antrag auf Kaution, den Anwalt Junichiro Hironaka stellte. Bis vor Kurzem wollte das Bezirksgericht ihn unter keinen Umständen entlassen. Umso überraschender ist nun die Genehmigung zur Kaution. Allerdings gab es erneut Proteste von der Staatsanwaltschaft, die eine Quasi-Beschwerde einreichte. Ein Drei-Richter-Gremium lehnte die jedoch ab.

Wie erwartet erfolgte die Freilassung von Ghosn neben der Kaution unter weiteren Bedingungen. So darf er sich nur in Tokyo aufhalten und nur den Computer der Anwaltskanzlei nutzen. Hironaka muss dazu an Ghosns Wohnsitz Kameras installieren. Insgesamt gibt es zehn Bedingungen, die sie einhalten müssen. Genauere Details sind allerdings nicht bekannt.

Ghosn weist weiter alle Vorwürfe von sich

Trotz des Deals ist Hironaka nicht gut auf das Gericht zu sprechen. In einer Pressekonferenz erklärte er noch vor der Freilassung, dass er die Haft als extrem unfair empfindet. Weiter verweist er darauf, dass Nissan in den letzten zehn Jahren über die Vorwürfe Bescheid wusste. Er findet es deswegen merkwürdig, dass es ausgerechnet jetzt zur Einreichung bei der Staatsanwaltschaft und den öffentlichen Ermittlungen kam. Hironaka selbst ist seit dem 13. Februar die Vertretung von Ghosn.

Die Ermittlungen gegen Ghosn laufen hingegen weiter und er verlor bereits all seine Posten bei Nissan. Eine Sonderermittlungsabteilung untersucht nun die Anklagen wegen Verstoßes gegen das Gesetz über Finanzinstrumente und Austausch und das Companies Act. Ghosn leugnet alle Vorwürfe nach wie vor. Allerdings gibt es mittlerweile mehrere Belege dafür, dass er sein Einkommen nicht korrekt angab, mehrere von Nissan bezahlte Häuser besaß und es weitere Ungereimtheiten bei bestimmten Zahlen gibt.

Quelle: Mainichi Shimbun

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