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Ex-Präsident von Leopalace21 für riesigen Baupfusch verantwortlich

Anfang Februar sorgte eine Meldung für großes Aufsehen. Tausende Mieter von Leopalace21-Wohnungen müssen ihr Zuhause verlassen. Schuld daran ist ein schwerwiegender Baupfusch, der die Sicherheit der Bewohner stark gefährdet. Aufgrund fehlerhaften Materials in den Wänden und Decken sind der Brandschutz und die Isolation nicht ausreichend. Eine Untersuchung ergab nun, dass der ehemalige Präsident von Leopalace21 für das Debakel verantwortlich ist.

Am Montag bestätigte Leopalace21 Corp., dass Yusuke Miyama für die mangelhaften Wände verantwortlich ist. Während des Baus ordnete er nach bisherigen Nachforschungen an, ein anderes Material zu verwenden. Da es allerdings zu dem Zeitpunkt keine Überwachung der Bauarbeiten gab, fiel niemandem der fatale Fehler auf. Ob er wissentlich zum minderwertigen Material griff, soll die Untersuchung in den nächsten Wochen klären. Allerdings liegen Berichte vor, dass Miyama schneller Wohnungen bauen wollte und er Materialen wollte, die die Bauphase verkürzten. Qualitäts- und Rechtmäßigkeitsprüfungen gab es wohl hingegen nicht.

Tausende Wohnungen sind betroffen

Insgesamt sind wohl fast 40.000 Wohnungen in ganz Japan von dem Baupfusch betroffen. Alle entstanden zwischen 1996 und 2009. Da es keine Unterlagen zu dem Materialwechsel gab, kam der Fehler erst Anfang Februar heraus, als Experten 38 Wohnungen als unsicher deklarierten. Nach ersten Untersuchungen fand das Unternehmen 1.300 weitere gefährliche Apartments. In allen waren die Außenwände nicht den Brandschutzanforderungen entsprechend. Die Innenwände besaßen ein minderwertiges Material zur Schalldämmung und die Decken bestanden ebenfalls aus nicht ausreichend feuerfestem Material.

Neben dem enormen finanziellen Schaden für das Unternehmen leiden vor allem die Bewohner unter dem Baupfusch. Um die 14.443 müssen ihre Wohnungen in 33 Präfekturen vorübergehend verlassen. Leopalace21 stellt dafür Unterkünfte kostenlos als Ausgleich bereit. Executive Officer Shigeru Ashida kann allerdings nicht versprechen, wie lange die Ausbesserungen dauern. Er verspricht jedoch, dass sie Ermittlungs- und Abhilfemaßnahmen priorisieren und ihr Bestes geben.

Ex-Präsident war schon einmal in einen Skandal verwickelt

Miyama erklärte er, dass er den Ergebnisbericht abwartet, bevor er endgültig sein Urteil fällt. Ende Mai soll es einen offiziellen Abschlussbericht geben, der gleichermaßen Maßnahmen zur Verhinderung von ähnlichen Vorfällen beinhalten soll. Den entstandenen Verlust gleicht die Firma mit gekürzten Gehältern für die Führungskräfte aus.

Miyama war bereits vor seinem Rücktritt in einen Skandal verwickelt. Nachdem er 1973 das Unternehmen gründete, legte er 2006 sein Amt nieder, nachdem er Firmengelder für private Zwecke nutzte. Zu der aktuellen Situation äußerte er sich bis jetzt nicht.

Quelle: Kyodo

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