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Besucher können Arbeitsplatz von Osamu Tezuka bestaunen

Exakter Nachbau von Japans berühmtester Manga-WG öffnet seine Türen

Es ist allgemein bekannt, dass viele Mangaka nicht unbedingt luxuriös leben. Oft leben Künstler unter demselben Dach. Die berühmteste Manga-WG war jedoch wohl im Toshima Bezirk von Tokyo. Berühmtheit erlangte der Wohnkomplex durch die zahlreichen Manga-Legenden, die in ihm lebten. Nun hat eine Nachbildung des Gebäudes als Museum geöffnet.

Tokiwaso Manga Museum öffnete vor einigen Tagen seine Türen und ist ein genauer Nachbau der Manga-WG. Der zweistöckige Gebäudekomplex wurde bereits 1982 komplett abgerissen und war komplett verschwunden. Das Museum stellt nun einen Ersatz für das historische Haus dar und kann dementsprechend genau die Räumlichkeiten von damals nachstellen.

Gottes Manga lebte einfach

Unter anderem lebte Osamu Tezuka in dem Haus, der heute als Gott des Manga bezeichnet wird. Der Schöpfer von Astro Boy, Kimba und Dororo lebte dabei jedoch ein vergleichsweise einfaches Leben. Im selben Haus lebte auch die Doraemon Schöpferin Fujiko Fujio sowie weiter große Persönlichkeiten der Manga-Szene.

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Von ihnen können sich Besucher nun in der zweiten Etage die Nachbildungen ihrer Wohnzimmer angucken. Neben Tezuka und Fujiko Fujio sind auch die Zimmer von Fujio Akatsuka, Autor von Genius Bakabon und Shotaro Ishinomori, Autor von Kamen Rider, zu sehen. Das Museum hat sich dabei viel Mühe gegeben, auch an die kleinsten Details zu denken. So sind selbst nachgebildete Schimmelflecken und Schäden zu sehen.

Tokiwaso Manga Museum von innen
Zahlreiche große Manga-Legenden wie Osamu Tezuka lebten in dem einfachen Haus. Bild: Kyodo

Des Weiteren gibt es auch eine Wiederherstellung der gemeinsamen Küche und Toilette zum Angucken. Auf der ersten Etage gibt es zusätzlich eine Ausstellung der verschiedenen Werke der ehemaligen Bewohner.

Kostenlose Manga-Geschichte

Der Bürgermeister von Toshima, Yukio Takano, erklärte bei der Eröffnung dazu, dass sie der ganzen Welt den Geburtsort der heutigen Anime- und Manga-Kultur vorstellen wollen. Das Museum selbst ist ein Projekt des Bezirks und wird von dem Bezirksbüro geleitet.

2016 wurde das umfangreiche Projekt erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Allerdings begannen erst 2019 die Bauerarbeiten an der Nachbildung des Hauses. Die ursprüngliche Eröffnung wurde für diesen März geplant, aufgrund von Covid-19 jedoch nach hinten verschoben.

Das Museum hat täglich von zehn Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist für alle Personen kostenlos. Aufgrund der derzeitigen Lage ist jedoch eine Vorreservierung nötig, damit eine Ansteckung mit Covid-19 durch zu viele Menschen reduziert werden kann.

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