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Experten warnen Japan vor häufigeren starken Regenfällen durch die Klimaerwärmung

Die aktuellen Maßnahmen gegen Überschwemmung sind nicht ausreichend

Letztes Jahr kämpfte Japan mit so starkem Regen wie schon lange nicht mehr. Die Wassermassen verwüsteten ganze Städte und forderten mehrere Tote. Doch das könnte bald ein häufiges Bild in Japan sein. Experten gaben bei einem Panel des Landwirtschaftsministeriums am Freitag an, dass die sintflutartigen Regenfälle in Japan durch die globale Erwärmung ansteigen.

Nach bisherigen Schätzungen soll die Menge an Starkregen im Durchschnitt um das 1,1-fache steigen. Das kann ein Problem für die Zukunft sein. Schon jetzt gibt es durch den Anstieg der Durchschnittstemperatur von einem Grad stärkeren und verheerenderen Regen. Aus dem Grund wiesen die Experten darauf hin, die Hochwasserschutzpläne für staatlich bewirtschaftete Flüsse anzupassen, bevor sie gültig sind.

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Die basierten bis jetzt jedoch noch auf dem alten System. In der Vergangenheit erstellte die Regierung immer Flussmanagementpläne für einzelne Flusssysteme. Sie basierten dabei immer auf dem maximalen Niederschlag der letzten Regenschauer der Region. Ein Expertengremium schlug jedoch nun vor, die Pläne so zu erstellen, dass sie die künftigen Vorhersagen für den Klimawandel mit einbeziehen.

Das Expertengremium vom Ministerium für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus trieb die Diskussion zu ausreichenden Gegenmaßnahmen bei Starkregen voran. So soll die Regierung die Sicherheit trotz des Klimawandels gewährleisten. Sie berücksichtigen dabei die Menge des Niederschlags, der in Japan während des Starkregens fällt – bei einer Größenordnung eines Jahrhundertregens. Professor Tomohito Yamada betonte, wie wichtig es nun ist, dass der Hochwasserschutz zukünftige Vorhersagen einbezieht.

Bei steigenden Temperaturen droht noch mehr Regen

Bei einem Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur um zwei Grad Celsius erhöht sich dazu die Niederschlagsmenge um das ungefähre 1,1-fache in ganz Japan. Passend dazu berechneten sie ebenfalls, was passiert, wenn die Temperatur weiter steigt. Bei vier Grad Celsius mehr steigt der Durchschnitt des Niederschlags um das 1,3-Fache. Wobei einige Regionen sogar auf das 1,4-Fache kommen können.

Das Landministerium stimmt bereits zu, die Methode für die Pläne zu ändern. Aus dem Grund wollen sie die Bewirtschaftungspläne für Flüsse überprüfen, damit sie noch diesen Sommer fertig werden. Das bedeutet jedoch, dass die Gemeinden bei einer Änderung die Dämme, Staudämme und Entwässerungsinfrastruktur anpassen müssen.

Zusätzlich benötigt es wahrscheinlich noch weitere Gegenmaßnahmen wie bessere Warnsysteme, um die Sicherheit zu garantieren. Japan selbst versucht im Rahmen des Pariser Abkommens die globale Durchschnittstemperatur auf unter zwei Grad Celsius zu halten.

Quelle: MS

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