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Neue Studie bekräftigt Befürchtungen

Experten warnen vor steigender Spielsucht bei Kindern durch geschlossene Schulen

Experten in Japan warnen davor, dass die geschlossenen Schulen dazu führen, dass mehr Kinder spielsüchtig werden. Eine neue Studie bekräftigt diese Befürchtungen.

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In einer Umfrage, für die 8.464 Schüler der Mittelstufe gefragt wurden, gaben 71 Prozent der Schüler an, dass sie viel mehr Geld für Apps ausgeben, als sie es normalerweise tun.

Kinder verbringen mehr Zeit auf YouTube und mit PC-Games

80 Prozent gaben an, dass sie viel mehr Zeit auf YouTube verbringen und 50 Prozent gaben an, dass sie mehr Zeit für Games aufbringen.

„Kinder ohne Clubaktivitäten oder Prüfungen fallen leicht in eine Spielsucht“, so Miki Endo, ein Vertreter von Angels Eyes, einer privaten Organisation, die Internetabhängige unterstützt. „Es ist wahrscheinlich, dass die Anzahl der Kinder, die sich in Spiele vertiefen, gestiegen ist, nachdem sie ihre Ziele während der Schulschließung aus den Augen verloren haben, wenn viele andere Aktivitäten eingeschränkt sind.“

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Laut Angels Eyes achten viele Eltern nicht darauf, wie lange Kinder am Smartphone oder der Konsole spielen. Es gibt zwar auch positive Beispiele, in denen Eltern sehr genau aufpassen, aber die sind in der Minderheit. „Für Kinder sind das Internet und Spiele auch wichtige Kommunikationsmethoden, daher ist die Rolle der Erziehungsberechtigten bei der Überwachung ihrer Nutzung wichtig“, so Endo.

Checkliste kann helfen, Kindern einen geregelten Tagesablauf zu bieten

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Um zu verhindern, dass Kinder süchtig werden, schlagen Endo und andere Experten vor, dass Eltern Zeitlimits für das Surfen und Spielen festlegen und sicherstellen, dass die Kinder ihre üblichen Schlafzyklen und Tagesrhythmen beibehalten. Zusätzlich sollten Eltern eine Checkliste erstellen, damit Kinder einen einigermaßen geregelten Tagesablauf haben.

Susumu Higuchi, Leiter des Kurihama Medical and Addiction Center in der Präfektur Kanagawa, einem Krankenhaus, das spezialisierte Suchtbehandlungen anbietet, sagte, dass er zwar keine signifikanten Veränderungen in der Zusammensetzung der Patienten festgestellt habe, es jedoch zu einem Anstieg aufgrund längerer Schulschließungen kommen könne.

„Es ist möglich, dass es eine Zunahme von Kindern geben wird, die aus ihrem täglichen Rhythmus geraten sind und nach der Wiedereröffnung der Schulen nicht mehr zum normalen Leben zurückkehren können“, sagte er.

Kyodo

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