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Sorge um die Impfkampagne

Fake News halten Jugendliche in Japan vom Impfen ab

Fake News über die Corona-Impfstoffe halten in Japan immer mehr Jugendliche davon ab, sich gegen das Virus impfen zu lassen.

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Auf Twitter und Facebook verbreiten sich immer mehr Mythen wie „Impfen verursacht Unfruchtbarkeit“ und „Der Impfstoff verändert die DNA“.

Fake News auf der ganzen Welt

Bereits vergangenen Monat schrieb Taro Kono, Minister für die Impfkampagne, in seinem Blog, dass es absolut keine wissenschaftlichen Beweise für diese Theorien gibt und dass sich Fake News auf der ganzen Welt ausbreiten und Japan da keine Ausnahme ist. Bereits zu den US-Wahlen haben die Falschinformationen in Japan deutlich zugenommen.

Mittlerweile haben rund 30 Ärzte und Gesundheitsexperten ein Projekt namens „Cov-Navi“ gegründet, um verständliche Informationen über die Impfkampagne zu liefern und die Fake News zu bekämpfen.

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Die Japan Association of Obstetricians and Gynecologists sowie die Japan Society for Infectious Diseases in Obstetrics and Gynecology beteuern mittlerweile, dass die Vorteile der COVID-19-Impfung die Nachteile für schwangere Frauen überwiegen. Das japanische Gesundheitsministerium sagt, dass es keine Berichte über eine Beeinträchtigung der Fortpflanzungsfunktionen durch die Coronavirus-Impfung gegeben hat.

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„In den letzten Wochen haben wir viele Fragen von Menschen erhalten, die sich über falsche Informationen über Impfstoffe beschwert haben“, so Tomoya Kurokawa, ein Arzt am Chiba University Hospital, der auch COV-Navi verwaltet.

Immer mehr Falschinformationen

Laut Kurokawa haben die Menschen, seit die Impfungen am Arbeitsplatz gestartet sind, angefangen mehr im Internet nach Informationen zu suchen. Dies hat auch zu einem Anstieg der Falschinformation geführt. „Viele junge Leute zögern, sich impfen zu lassen, weil sie glauben, dass sie nicht ernsthaft an COVID-19 erkranken werden und denken, dass es keinen Sinn hat, sich impfen zu lassen“, so Kurokawa.

Auch Yuriko Koike, die Gouverneurin von Tokyo, wo vor Kurzem ein weiterer Ausnahmezustand ausgerufen wurde und die höchste kumulierte Anzahl von Coronavirus-Infektionen in Japan gemeldet wurde, äußerte Bedenken. Koike sagte in der vergangenen Woche, dass immer mehr falsche Informationen die sozialen Medien fluten, die Verbreitung von richtigem Wissen ist daher notwendig, wenn das Impfprogramm beschleunigt werden soll.

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