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Organisationskomitee versucht über Falschmeldung aufzuklären

Fake-News zur Absage der Olympischen Spiele in Tokyo überschwemmen das Internet

In wenigen Monaten finden in Tokyo die Olympischen Sommerspiele statt. Viele freuen sich bereits auf das Event und vor allem in Japan sind Eintrittskarten sehr gefragt. Die Vorfreude wird im Moment von der Ausbreitung des Coronavirus überschattet, der bereits in zahlreichen Ländern zu finden ist. Die Ausbreitung der Krankheit ist nun zusätzlich Auslöser von zahlreichen Falschmeldungen zu den Olympischen Spielen.

Am 30. Januar trendete in sozialen Medien die Meldung, dass die Spiele wegen der Krankheit abgesagt sind. Mindestens 50.000 Tweets alleine waren dazu auf Twitter zu finden. Gleichzeitig versuchten jedoch die Organisatoren klarzustellen, dass die Meldungen nicht echt sind und es keine Absage gibt. Trotzdem verbreitet sie die Nachricht wie ein Lauffeuer auf den Seiten.

Richtige Informationen gehen unter

Ursprung der Fake-News soll angeblich ein Artikel der Portalseite Buzzap sein. Die Seite schrieb am 29. Januar, dass es die Möglichkeit gibt, dass die Spiele abgesagt werden können. Die Informationen im Artikel basierten auf einem Bericht der Deutschen Presseagentur. In dem hieß es, dass es Diskussionen zwischen dem International Olympic Commitee und der Weltgesundheitsorganisation gibt. Es ging dabei um die Maßnahmen gegen die Krankheit und die Seite ging davon aus, dass der Coronavirus möglicherweise einen spürbaren Einfluss auf die Spiele haben kann.

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Vermutlich sorgte die Überschrift des Artikels jedoch für Missverständnisse und löste die Welle an Falschmeldungen aus. Das Organisationskomitee Tokyo betonte jedoch, dass sie aktuell keine Absage planen und sie Maßnahmen gegen den Virus ergreifen, wenn es nötig ist. Trotzdem sieht Professor Hiroyoshi Sunakawa ein Problem in dem Vorfall. Wenn sich Informationen nur von der Überschrift aus verbreiten, ist es schwer, die richtigen Informationen im Nachhinein zu übermitteln.

Es sei deswegen sehr wichtig auf falsche Gerüchte hinzuweisen, statt sie einfach ohne Konsequenzen zu akzeptieren. So versuchte ebenfalls Twitter Japan auf die Falschmeldung aufmerksam zu machen und teilte einen Link zur Seite des Gesundheitsministeriums. Dort können Personen die neuesten Informationen zu dem Virus finden, die automatisch am Anfang der Seite auftauchen, wenn sie nach Coronavirus suchen. Allgemein wird darauf hingewiesen, dass Einwohner bei Meldungen zu der Krankheit vorsichtig sein sollen, da es bereits viele Falschmeldungen gibt.

MS

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