Stats

Anzeige
Home News Fans von Kyoto Animation trauern sechs Monate nach dem Anschlag immer noch

Fans von Kyoto Animation trauern sechs Monate nach dem Anschlag immer noch

Viele Menschen kamen, um den Opfern zu gedenken

Sechs Monate ist es mittlerweile her, dass es zu dem Brandanschlag auf das Animationsstudio Kyoto Animation im Fushimi-Bezirk von Kyoto kam. 36 Personen starben bei dem Brand am 18. Juli 2019 und 33 wurden verletzt. Der Schock sitzt bei den Fans immer noch tief, weswegen sie sich am Samstag zu einer Gedenkfeier am Studio trafen.

Besucher aus In- und Ausland

Schon am Samstagmorgen versammelten sich Fans aus Japan und dem Ausland vor dem Studio, um den Opfern zu gedenken. Das dreistöckige Gebäude, das in einem Wohngebiet von Kyoto liegt, ist mit grauen Laken bedeckt, die das verbrannte Äußere verdecken und von einem weißen Zaun umgeben sind. Aktuell wird das Studio abgerissen. Die Arbeiten sollen noch dieses Jahr abgeschlossen sein.

Mehr zum Thema: 
Brand bei Kyoto Animation ist der schlimmste Brandfall seit Jahrzehnten in Japan

„Ich kam hierher, um zu beten, bevor es abgerissen wird“, sagte Masakatsu Hayashi (60). Weiter erklärt sie, dass die Tat des Brandstifters fast schon Terrorismus sei. Sie fühlt mehr als nur Wut, wenn sie darüber nachdenkt, warum er so etwas getan hat.

„Meine Gedanken und Gebete sind bei den Mitarbeitern, die gestorben sind“, sagte hingegen ein Firmenangestellter aus Okazaki in der Präfektur Aichi, der ebenfalls zur Gedenkveranstaltung kam.

Ein Ingenieur aus Taipeh reiste extra zum Beten an. Er erklärte, dass er unter anderem ein Fan von dem Anime „Hyouka“ ist, der von dem Studio ist. Der 36-Jährige zeigte sich jedoch überrascht, als er am selben Tag vom Abriss des Gebäudes erfuhr. Er wusste nicht, dass das Unternehmen das zerstörte Studio entfernen will.

Kyoto Animation immer noch sehr beliebt

Kyoto Animation, von Fans im In- und Ausland oft als „KyoAni“ bezeichnet, ist bekannt für Arbeiten wie „K-On!“, „Free! “ und „Clannad“, die auch in Deutschland eine große Fangemeinde besitzen. Mehr als 3,3 Milliarden Yen (27 Millionen Euro) wurden von Menschen weltweit auf ein eigenes Konto der Präfekturregierung gespendet, um die Opfer und Hinterbliebenen zu unterstützen,

Die Präfektur hat ein Komitee aus Anwälten und Ärzten eingerichtet, das über die Verteilung der Gelder entscheiden soll. Das Arbeitsamt von Kyoto hat hingegen bereits entschieden, dass sie Anträge zur Entschädigung von Opfern und ihren Familien genehmigen.

kyodo

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren:

Rolling Sushi - der Japan-Podcast

Rolling Sushi - Japan für die Ohren

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here