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Mehrheit war noch nicht getestet

Fast 200 Menschen sind in Japan während der Selbstquarantäne verstorben

In Japan steigen die Coronazahlen weiterhin und mit ihnen auch die Todeszahlen. Da die Krankenhäuser an ihren Belastungsgrenzen sind, werden viele Menschen zu Hause in die Selbstquarantäne geschickt. Neue Zahlen zeigen nun, dass das auch mit leichten Symptomen schnell tödlich enden kann.

Die National Police Agency veröffentlichte am Montag die Zahl der Coronainfizierten, die nicht in einem Krankenhaus verstarben. Zwischen letztem März und diesem Januar gab es insgesamt 197 Todesfälle.

Mehrheit befand sich in der freiwilligen Selbstquarantäne

Mit einbezogen wurden dabei Personen mit einem positiven Test vor dem Tod und Personen bei denen erst danach Covid-19 festgestellt wurde. In den meisten Fällen wurde tatsächlich erst nach dem Tod bestätigt, dass die Personen mit dem Virus infiziert waren.

Mehr zum Thema:  Experten warnen, dass sich die Menschen in Japan an das Coronavirus gewöhnt haben

Alle hatten leichte Symptome und sich zur Selbstquarantäne zu Hause oder anderweitig zurückgezogen. Allerdings verschlechterte sich bei den Menschen so schnell der Gesundheitszustand, dass sie verstarben, bevor sie medizinische Hilfe aufsuchen konnten.

Zeitlich betrachtet gab es die meisten Todesfälle bisher vom 1. Januar bis 20. Januar mit 75 Toten. Dahinter folgte der Dezember 2020 mit 56 Todesfällen. Das passte zu den allgemeinen Infektionszahlen, die in dem Zeitraum stark angestiegen sind und zum aktuellen Ausnahmezustand geführt haben.

Gemeinden ergreifen erste Maßnahmen

Da die Zahlen besorgniserregend sind, haben einige Gemeinden Schritte unternommen, um solche Todesfälle in der Zukunft zu vermeiden. Sie wollen Anzeichen einer Verschlechterung in der Selbstquarantäne früher erkennen, um so schneller helfen zu können.

Dafür werden unter anderem Krankenschwestern zu den Betroffenen geschickt, die nach dem Rechten sehen. Ebenfalls haben einige Telefonhotlines eingerichtet, die von Ärzten oder Krankenschwestern rund um die Uhr besetzt sind.

Zuletzt wurden alleine in Tokyo 30.000 Infektionen gezählt. 9.000 von ihnen befinden sich zu Hause oder in Hotels in der Selbstquarantäne und um die 6.800 Personen warten auf einen Krankenhausplatz. Auch in den anderen Hauptstädten sieht die Lage nicht besser aus. Das lässt am Ende die Frage offen, wie die Gemeinden den schwer Erkrankten zu Hause helfen wollen, wenn es für sie gar keinen Platz in medizinischen Einrichtungen gibt.

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