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In enger Zusammenarbeit mit Katar

Fast 400 Menschen aus Afghanistan mittlerweile in Japan angekommen

Seitdem die Taliban in Afghanistan die Macht übernommen haben, hat Japan fast 400 Menschen aus dem Land aufgenommen. Dabei handelt es sich ausschließlich um Menschen, die für Japan gearbeitet haben.

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Laut Gen Nakatani, dem neuen Sonderberater für Menschenrechtsfragen, sind mittlerweile 395 Menschen ins Land gekommen.

Afghanen, die sich bereits in Japan befinden, sollen bleiben dürfen

Die Zusammenarbeit mit der katarischen Regierung, die engere Beziehungen zu den Taliban unterhält, ermöglichte es Japan, die Evakuierten aus Afghanistan auszufliegen.

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„Es ist selbstverständlich, dass wir den lokalen Mitarbeitern, die mit Japanern zusammengearbeitet haben, größtmögliche Unterstützung gewähren“, so Außenminister Yoshimasa Hayashi am Freitag auf einer Pressekonferenz. „Wir werden alles tun, was nötig ist, um die Evakuierungen zu unterstützen.“

Nakatani sagte am Montag, dass die Regierung nicht nur Evakuierte aus Afghanistan aufnehmen, sondern auch prüfen werde, wie Afghanen, die in Japan studiert haben, ins Land kommen können, wenn sie dies von Fall zu Fall wünschen.

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Laut des Sonderberaters für Menschenrechtsfragen gibt es zudem Überlegungen in der Regierung, dass Afghanen, die sich bereits in Japan aufhalten, aber ihren Studierendenstatus verloren haben, im Land bleiben können.

Angesichts der zunehmenden Spannungen in Afghanistan wurden im August 12 japanische Botschaftsmitarbeiter aus dem Land evakuiert, aber insgesamt etwa 500 einheimische Mitarbeiter der Botschaft und der JICA sowie ihre Familienangehörigen saßen fest.

Um die afghanischen Mitarbeiter und japanischen Staatsangehörigen zu evakuieren, entsandte Japan Flugzeuge der Selbstverteidigungskräfte nach Kabul. Da sich die Sicherheitslage vor Ort jedoch verschlechterte, konnte die Regierung nur einen japanischen Staatsangehörigen nach Hause bringen.

Japan arbeitet eng mit Katar zusammen

Seitdem versucht die japanische Regierung mit Katar zusammenzuarbeiten.

Der ehemalige japanische Außenminister Toshimitsu Motegi traf sich mit seinem katarischen Amtskollegen Mohammed bin Abdulrahman Al-Thani und bat um Unterstützung für die Bemühungen um die Evakuierung von Afghanen.

Viele der Evakuierten hoffen nach Angaben japanischer Beamter, wieder in Afghanistan arbeiten zu können. Es ist jedoch noch nicht klar, wann Japan in der Lage sein wird, den Botschaftsbetrieb und andere Tätigkeiten in Afghanistan wieder aufzunehmen, so dass die japanische Regierung dringend darüber nachdenken muss, wie sie die Afghanen vorerst unterstützen kann.

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