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Fast alle Vorhersagen zum Megabeben in Japan sind nicht korrekt

Japan ist ein Land, das häufig von Erdbeben heimgesucht wird. Nach dem verheerenden Beben 2011 versucht die Regierung nun, sich ausreichend auf ein Megabeben vorzubereiten. Bis jetzt gingen viele davon aus, dass es Japan mit bis zu 80-prozentiger Wahrscheinlichkeit in den nächsten 30 Jahren trifft und Tausende tötet. Nach einer neuen Umfrage unter Seismologen sollen die bisherigen Vorhersagen allerdings fast komplett falsch sein.

Die Kansai University veröffentlichte am Sonntag eine Umfrage zu dem gefürchteten Nankai-Graben-Beben. Insgesamt nahmen 90 Personen an der Befragung teil, von denen einige Teil der Seismological Society of Japan sind. Während die Regierung davon ausgeht, dass das Beben in den nächsten 30 Jahren mit einer Stärke von acht bis neun Japan erschüttern wird, sind die meisten Experten sich nicht so sicher.

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Der Fragebogen wollte dabei genau wissen, ob die vier Phasen für eine seriöse Vorhersage vorhanden sind. Die erste ist, ob eine abnormale Aktivität im Voraus vorliegt, die zweite, ob eine Abnormalität beobachtet wurde, die dritte, ob eine schnelle Einschätzung von einem steigenden Risiko möglich ist und viertens, ob die Bewertung sich schnell veröffentlichen lässt.

Zu viele verlassen sich auf nur auf Vorhersagen

Durchschnittlich lassen sich laut Umfrage nur 5,8 Prozent der Vorhersagen veröffentlichen. Nur 19,7 Prozent davon enthalten jedoch wirklich genaue Informationen. Die meisten sind sich dazu einig, dass es so gut wie unmöglich ist, ein so großes Beben kurz vorher vorzusagen. Aus diesem Grund sollen sich um die 99 Prozent der Vorhersagen als falsch erweisen.

Die Regierung sieht mittlerweile ebenfalls ein, dass sich das Beben nicht vorab einschätzen lässt und änderte die Gegenmaßnahmen. Sie basieren nun auf der Grundlage von bereits gesammelten Erdbebendaten aus der Vergangenheit. Trotzdem warnt Professor Yoshinari Hayashi von der Kansai University, dass viele Menschen und Beamte sich der Schwierigkeit einer Vorhersage nicht bewusst sind.

Wissenschaftliche Daten helfen trotzdem

Er will deswegen, dass sich die Menschen auf die Vorbereitung von Maßnahmen zu plötzlichen Erdbeben konzentrieren. Für Hayashi ist es nämlich ein großer Fehler, sich auf Vorhersagen zu verlassen. Der Vorsitzende des Erdbebenforschungsausschusses der Regierung, Naoshi Hirata, bestätigte dies. Viele haben hohe Ansprüche an die Vorhersagen, die allerdings nach wie vor schwierig sind.

Panik will er allerdings nicht verbreiten. Durch die Grundlagen von wissenschaftlichen Erkenntnissen und Beobachtungen lassen sich mit Maßnahmen die Schäden abmildern. Denn selbst wenn das Beben Japan nicht in 30 Jahren trifft, ist eins jedenfalls sicher: Es tritt definitiv ein und soll vermutlich mehr als 300.000 Tote fordern und einen Schaden von mehr als 1,78 Billionen Euro verursachen.

Quelle: MS

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