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Fast die Hälfte der Ausländer in Tokyo erlebte schon Diskriminierungen

Immer mehr Ausländer kommen nach Japan, um dort zu arbeiten und zu leben. Besonders Tokyo ist für viele Menschen ein beliebtes Ziel. Doch einige Japaner sind nicht besonders glücklich über die Entwicklungen. Wie schwer es Ausländer in der Stadt haben, zeigte nun die Umfrage einer Bürgergruppe. Fast die Hälfte der ausländischen Bewohner erlebte bereits Diskriminierungen.

Die Umfrage organisierte das Anti Racism Information Center. Die Gruppe besteht aus Schülern, Aktivisten und Studenten aus ganz Japan. An der Umfrage nahmen 340 Personen teil, die das Center zwischen Februar bis März in Shinjuku persönlich befragte. 167 gaben an, dass sie schon Diskriminierungen erlebt haben.

Mehrere Schüler gaben an, dass Personen ihnen verboten, in einer anderen Sprache als Japanisch zu sprechen. Ausländer, die an Kassen in Supermärkten arbeiten, gaben an, dass Kunden sich teilweise nur von japanischen Kassierern bedienen lassen wollten.

Ein Chinese berichtete, dass er an der Kasse von einem Convenience Store nicht Chinesisch sprechen darf, wenn er auf Chinesisch angesprochen wird. Ein Mann aus Nepal berichtete hingegen, dass ein Kunde ihm direkt sagte, dass er keine Ausländer an der Kasse wolle, und einen japanischen Kassierer forderte.

Regierung soll mehr gegen Diskriminierungen tun

Weiter gab es Fälle, wo Vermieter sie für Wohnungen aufgrund ihrer Herkunft ablehnten. Ebenfalls gab es Berichte, dass Geschäfte Ausländern den Zutritt verweigerten. Obwohl fast die Hälfte der Befragten von derartigen Fällen erzählte, meldete niemand sie dem öffentlichen Büro für solche Angelegenheiten. Vermutlich, weil viele die Sache nicht weiter verfolgen wollten und sich vor Probleme fürchteten.

Das vermutet zumindest Ryang Yong Song, ein Vertreter der Bürgergruppe. Bei einer Pressekonferenz sprach er über die Ergebnisse der Umfrage. Er forderte, dass die Regierung eine eigene Umfrage durchführt. Sie soll dabei herausfinden, mit was für Diskriminierungen ausländische Bewohner kämpfen. Gleichzeitig ist Yong Song dafür, dass Schulen und Arbeitgeber aktiv gegen Diskriminierung vorgehen und ein System einführen, das Beamte mit einbezieht.

Besonders in Hinsicht auf das neue Visa-System ist es wichtig, dass sich die Regierung mehr für Ausländer einsetzt. Mit den neuen Visa versucht Japan seit diesem Monat, neue Fachkräfte ins Land zu holen, um den Arbeitskräftemangel einzudämmen. Diskriminierungen und schlechte Behandlung sind jedoch nichts Neues für ausländische Arbeiter. Erst kürzlich bestätigte sich, dass Hunderte ausländische Auszubildende aufgrund schrecklicher Behandlung von ihrem Arbeitsplatz flüchteten.

Quelle: Mainichi Shimbun

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