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Home News Fertigstellung der Wiederaufbereitungsanlage für Kernbrennstoff in Aomori wird erneut verschoben

Fertigstellung wird zum 25. Mal nach hinten verschoben

Fertigstellung der Wiederaufbereitungsanlage für Kernbrennstoff in Aomori wird erneut verschoben

Nur langsam tastet sich Japan wieder an die Atomkraft ran und verfolgt alte Projekte weiter. Allerdings kommt es nach wie vor Schwierigkeiten und besonders die Wiederaufbereitungsanlage für Kernbrennstoffe in Aomori stellt immer noch ein großes Problem dar. Die Fertigstellung wurde nun erneut verschoben.

Die Anlage im Dorf Rokkashi soll eigentlich das Kernstück der Recyclingpolitik der japanischen Regierung sein. Seit Jahren wird die Fertigstellung wieder und wieder verschoben. Freitag gab der Betreiber Japan Nuclear Fuel Limited nun erneut bekannt, dass sie den geplanten Zeitraum nicht einhalten können und haben den Start um ein Jahr nach hinten verschoben.

Fertigstellung war 25 Jahren geplant

Präsident von Japan Nuclear Fuel Limited, Naohiro Masuda, erklärte, dass sie die extra Zeit benötigen, um Sicherheitsmaßnahmen gegen Tornados aufzustellen und bewerten zu lassen. Sobald es dann die Genehmigung gibt, durch die örtlichen Gemeinden, wollen sie sofort den kompletten Betrieb aufnehmen.

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Gegenüber den Bewohnern entschuldigte er sich für die erneuten Verzögerungen. Der Gouverneur bat Masuda hingegen darum sich weiter um die Verbesserung der Sicherheit der Anlage zu bemühen. Zur erneuten Verschiebung äußerte er sich nicht.

Es ist bereits das 25. Mal, dass die Inbetriebnahme hinausgezogen wird und das der neue Zeitraum liegt nun in der ersten Hälfte des Geschäftsjahrs 2022. Ursprünglich sollte die Anlage schon vor Jahren den kompletten Betrieb aufnehmen, um genauer zu sein vor 25 Jahren. Das Werk soll Plutonium aus ausgebrannten Brennelementen gewinnen und so neuen Kernbrennstoff für Atomkraftwerke produzieren.

Erneute Verschiebung überrascht

Ursache für die unglaublich lange Bauzeit war unter anderen die Genehmigung für die Anlage nach den neuen Sicherheitsvorschriften ab 2011 durch die Behörden. Sechs Jahre musste der Betreiber auf die Erlaubnis warten. Dazu gab es immer wieder andere Problem beim Bau, die für weitere Verzögerungen sorgten.

Das es nun wieder zu einer Verschiebung kommt ist für einige überraschen. Erst im Mai erteilte die Nuclear Regulation Authority die Erlaubnis zur Fertigstellung des Baus. Viele hatten deswegen gehofft, dass nun nicht noch Mal zu einem neuen Termin kommt.

Mittlerweile haben einige Experten das Projekt schon aufgeben. Sie sehen in den technischen Problemen einen Zusammenhang mit der Verwaltung und Wartung vor Ort. Die Verzögerungen liegen demnach vor allem an der Unfähigkeit des Betreibers. Auch die Nutzung des recycelten Plutoniums wird Zweifel auf und es ist unklar, ob es überhaupt noch benötigt wird.

NHK

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