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Feuerwehrmänner in Osaka entlassen, weil sie jungen Kollegen schwer misshandelt haben

Stellvertretende Befehlshaber zündete jungen Kollegen an

Drei Feuerwehrmänner in Osaka wurden unehrenhaft Entlassen, weil sie einen ihnen untergeordneten jüngeren Kollegen schwer misshandelt und versucht haben, die Vorfälle zu vertuschen. Unter den Männern befindet sich auch der stellvertretende Befehlshaber der Wache.

Nach Angaben der Feuerwehr legten zwei der Männer ihren jüngeren Kollegen am 17. Mai ein Blutdruckmessgerät um den Hals und schalteten es an. Der Mann konnte nach kurzer Zeit nicht mehr atmen und hatte Blutungen im Gesicht und in den Augen.

Stellvertretende Befehlshaber mobbte selbst junge Feuerwehrmänner

Der stellvertretende Befehlshaber wurde über die Angelegenheit unterrichtet, forderte jedoch die beiden Männer sowie das Opfer auf, niemandem von dem Vorfall zu erzählen.

Mehr zum Thema:  Mehrheit der Freiberufler in Japan leidet unter Mobbing und Belästigungen

Bereits im April wurde der Feuerwehrmann von seinem stellvertretenden Befehlshaber niedergeschlagen und mindestens 30 Mal in den Rücken getreten.

Einen anderen Feuerwehrmann band der stellvertretenden Befehlshaber mit einem Seil die Hände und Füße zusammen und hängte ihn kopfüber an ein Feuerwehrauto. Danach besprühte er sein Opfer mit einem Insektenabwehrmittel und zündete es an. Sein zweites Opfer zwang er an dem Feuer vorbeizulaufen und seinen Kopf hinzuhalten. Berichten zufolge zwang der Befehlshaber seinen beiden Opfer, dass sie sich gegenseitig befriedigen sollen.

Die Vorfälle kamen ans Licht, nachdem die zwei anderen Feuerwehrmänner ihr Opfer fast erstickt hatten. Das Opfer sprach über den Vorfall mit einem anderen hochrangigen Kollegen.

Mobbing sollte Kommunikation fördern und ein starkes Team bilden

„Wir haben es getan, um die Kommunikation zwischen den Männern zu fördern. Wir wollten ein starkes Team bilden.“, sagte einer der drei entlassenen Feuerwehrleute während der Befragung.

Die Fire and Disaster Management Agency richtete im Februar 2017 ein Untersuchungsgremium für Belästigung an Feuerwachen ein, nachdem im vergangenen Jahr bekannt wurde, dass an einer Feuerwehrakademie in der Präfektur Chiba die körperliche Bestrafung durchgeführt wurde.

Einem Bericht von der Agency zufolge sind 17,5 Prozent von der japanischen Feuerwehrmänner Belästigungen und Mobbing ausgesetzt.

Als Gegenmaßnahme gegen Belästigung und Mobbing richtete die Agency im Juli 2017 eine Beratungsstelle ein und forderte die Feuerwehren im ganzen Land nachdrücklich auf, ähnliche Anstrengungen zu unternehmen.

Immer wieder werden Fälle von Mobbing am Arbeitsplatz publik

Bis März 2019 hatten 589 Abteilungen oder 80,9 Prozent von 728 Feuerwehren im ganzen Land Beratungsstellen eingerichtet.

Immer wieder werden Fälle von Mobbing oder Belästigung am Arbeitsplatz in Japan publik. Im Oktober wurde öffentlich, dass vier Lehrer einen Kollegen in einer Schule in Kobe schwer misshandelten.

Als Ausrede gaben die vier Täter, darunter eine Frau, an, dass sie beschimpft und sexuell belästigt worden waren.

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