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Filmfestival mit Schwerpunkt auf behinderte sexuelle Minderheiten angekündigt

In der japanischen Stadt Kyoto findet vom 19. bis zum 21. Oktober die zweite Etappe eines Filmfestivals mit sexueller Vielfalt statt. Dieses Mal konzentriert sich das Festival auf behinderte sexuelle Minderheiten und führt ein Zahlsystem für Tickets ein, das auf gegenseitigem Vertrauen basiert.

Das 12. Kansai Queer Film Festival wird insgesamt 31 Filme zeigen, die das Leben von verschiedenen sexuellen Minderheiten jenseits des wörtlichen Konzepts der LGBT-Community darstellen. Bekanntlich steht LGBT für lesbische, schwule, bisexuelle und transgender Menschen, doch auch Menschen mit Behinderungen werden für gewöhnlich von der Community mit offenen Armen empfangen. Zu den Filmen, die während der dreitägigen Veranstaltung im West Auditorium der Kyoto Universität gezeigt werden, gehören „Until Rainbow Dawn“, „To you at the old of 11: Many kinds of relations“ und „The Silence“.

„Until Rainbow Dawn“ (2018) erzählt eine Liebesgeschichte zweier gehörloser Mädchen, die in Gebärdensprache erzählt wird. „To you at the old of 11: Many kinds of relations“ (2017) ist eine Dokumentation über sexuelle Minderheiten mit Hör- und Sprachstörungen. „The Silence“ zeigt die Rassendiskriminierung, indem es über die Erfahrungen ehemaliger „Trostfrauen“, die in japanischen Kriegsbordellen arbeiten mussten, berichtet.

Als Bezahlsystem für die Tickets haben sich die Veranstalter ein neues und einzigartiges Gebührensystem, den Support Pass, überlegt. Dieser Pass ändert den Preis des Tickets je nach wirtschaftlicher Situation. Der Pass für alle Filme des Festivals kostet 2.000 bis 4.000 Yen (etwa 15,27 bis 30,53 Euro), die Hälfte des normalen Ticketpreises. Dieser Preis gilt für alle, die sich kein Essen leisten oder nichts leihen könnten, wenn sie den Pass kaufen. Aber auch für alle, die ein monatliches Einkommen von 100.000 Yen (etwa 763,36 Euro) oder weniger haben.

Die, die „das Leben führen, ohne sich Sorgen um Geld zu machen“, sollen 10.000 Yen (etwa 76,34 Euro) für das Ticket zahlen. Und alle die, die „das Geld haben, das sie für die Freizeit übrig haben“, die sollen 20.000 Yen (etwa 152,67 Euro) für ihren Pass zahlen. Der Leiter des Organisationskomitees des Festivals, Makoto Hibino, sagte, dass die Filme so vielen Menschen wie möglich zugänglich sein sollten. Der Zugang sollte unabhängig davon sein, wie viel Geld die Menschen haben. Deshalb werden alle, die es sich leisten können, gebeten, mehr zu bezahlen. So wollen sie das Festival auf der Grundlage von gegenseitigem Vertrauen organisieren.

Quelle: Kyodo News

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