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Finanzinstitute Japans wollen Maßnahmen für Demenzkranke ergreifen

Den älteren Menschen soll der Umgang mit Geld erleichtert werden

Die Finanzinstitute Japans wollen Maßnahmen umsetzen, die sich mit der immer älter werdenden Kundenbasis beschäftigen. Besonders betroffen sind hier Demenzkranke, denen bei der Verwaltung ihrer Finanzen geholfen werden soll.

Das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales gab an, dass ältere Menschen rund 60 Prozent des individuellen Geldvermögens besitzen. Die Zahlen belaufen sich auf etwa 1.800 Billionen Yen. Gleichzeitig wird die Zahl der Demenzkranken bis zum Jahr 2025 auf 7,3 Millionen steigen. Deshalb ist es besonders wichtig, für diese Bevölkerungsgruppe Maßnahmen zu schaffen.

Große Mengen individuellen Geldvermögens bei älteren Menschen

Das Dai-ichi Life Research Institute schätzt, dass der Anteil des Geldvermögens von Demenzkranken bis 2030 über 10 Prozent liegen wird. Im Rahmen der Bewältigung der Situation forcieren Banken, Wertpapierfirmen und Versicherungsgesellschaften die Bemühungen, das Personal mit Wissen über Demenz zu fördern und wie es diese Kunden am besten unterstützen kann. So müssen beispielsweise Bankmitarbeiter prüfen, ob die Kunden in der Lage sind, vernünftige Entscheidungen zu treffen.

Finanzinstitute wollen Maßnahmen ergreifen

Derzeit dürfen ältere Menschen, bei denen eine Demenz diagnostiziert wird, keine Vereinbarungen mit Finanzinstituten treffen, ohne von Familienmitgliedern oder Erziehungsberechtigten begleitet zu werden. Aufgrund der Einschränkungen treten häufig Schwierigkeiten auf, wenn demenzkranke Menschen Geld abheben oder Bankkonten kündigen. Außerdem gab es Fälle, in denen Kunden mit kognitiven Beeinträchtigungen hochriskante Auslandsanleihen gekauft haben.

Sumitomo Mitsui Banking Corp. und andere weisen die Mitarbeiter nun an, dafür zu sorgen, dass ältere Kunden, bei denen der Verdacht auf Demenz besteht, von Familienmitgliedern begleitet werden, wenn sie Filialen besuchen.

Zusammenarbeit mit Familien

„Es ist wichtig, über Generationen hinweg mit den Kunden zu kommunizieren und zu interagieren, anstatt sofortige Gewinne zu erzielen“, sagte Toshiharu Ueki, ein leitender Mitarbeiter der Sumitomo Mitsui Trust Bank, der für die Schulung der Mitarbeiter verantwortlich ist.

Der leitende Finanzplaner Kanae Taya forderte die Finanzinstitute auf, älteren Kunden keine komplizierten Produkte zu empfehlen, die sie und ihre Familien nicht verstehen. Taya schlägt auch vor, Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, wie z.B. „Proxy-Karten“ für das Abheben von Geld von Bankkonten älterer Verwandter.

Quelle: jt

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