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Dritter Toter der Diamond Princess gemeldet

Firmen und Gemeinden in Japan legen Informationen über Arbeitsplätze von infizierten Menschen offen

Nachdem am Sonntag in Japan gemeldet wurde, dass ein dritter Patient an den Folgen der Infizierung mit dem Coronavirus COVID-19 gestorben ist, haben nun einige Gemeinden und Firmen im Land damit begonnen, Informationen über Menschen, die mit dem Virus infiziert sind, zu veröffentlichen.

Das Gesundheitsministerium sagte am Sonntag, ein Mann in den Achtzigern, der an Bord des Kreuzfahrtschiffes Diamond Princess gewesen war, sei an einer Lungenentzündung gestorben. Das Ministerium geht davon aus, dass der Mann mit dem Coronavirus infiziert war, konnte aber keine genaueren Angaben machen, da die Familie des Mannes dies verboten hatte.

55 Besatzungsmitglieder und 2 Passagiere am Sonntag positiv auf den Coronavirus getestet

Das Ministerium teilte außerdem mit, dass am Sonntag 55 Besatzungsmitglieder und zwei Passagiere der Diamond Princess positiv auf den Virus getestet wurden, was die Gesamtzahl der an Bord Infizierten auf 691 erhöht.

Nagoya Expressway Public Corp. sagte am Samstag, dass ein Mann in den Sechzigern aus Nagoya, der positive getestet wurde, die Schnellstraßengebühren erhebt.

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Das Unternehmen sagte, dass sie sechs ihrer Mautstellen, an denen bis Anfang März relativ wenig Verkehr herrscht, wegen des Mangels an Arbeitskräften schließen wird, da der Mann damit beauftragt worden war, die Gebühreneinnehmer zu ihren Arbeitsplätzen zu fahren. Zweiundfünfzig Menschen, die engen Kontakt zu dem Mann hatten, wurden gebeten, zu Hause zu bleiben.

Restaurantbetreiber bat Stadtverwaltung um die Bekanntgabe, um seine Kunden korrekt zu informieren

In Hokkaido gab die Stadtverwaltung von Asahikawa am Samstag bekannt, dass ein Mann in den 70er-Jahren, der positiv getestet wurde, eine Schweinekotelett-Restaurantkette namens Hokkaido Isen in der Stadt betreibt und dass das Geschäft bis Montag wegen einer Desinfektion geschlossen bleibt. Andere Mitarbeiter haben keine Symptome gezeigt.

Die Stadtverwaltung hat nach der Bitte des Mannes den Namen des Restaurants bekannt gegeben. Er sagte, er wolle, dass seine Kunden korrekte Informationen erhalten, so ein Bericht von Asahi Shimbun.

Am Sonntag sagte der Bildungsausschuss in Ebetsu, Hokkaido, dass eine Frau in den 50er-Jahren, die ein positives Testergebnis erhalten hatte, in einer Grundschule in der Stadt die Schulessen serviert.

Die Präfekturverwaltung in Hokkaido gaben am Sonntag bekannt, dass neun Personen infiziert wurden, während die Verwaltung der Präfektur Chiba am selben Tag bekannt gab, dass ein Mann positiv getestet wurde.

Die Regierung von Chiba sagte, der Mann habe Geschäftsreisen in die Präfekturen Hiroshima und Gifu unternommen, nachdem er Symptome einer Infektion gezeigt habe. Auch in Nagoya traten am Sonntag neue Fälle auf, wobei die Stadtverwaltung nur bekannt gab, dass ein Mann und eine Frau in den 70er-Jahren positiv getestet wurden.

Am Samstag gab die Stadtverwaltung von Chiba bekannt, dass ein Lehrer in den 60er-Jahren an der Makuhari-Hongo Junior High School positiv getestet wurde. Der örtliche Bildungsausschuss sagte, er werde alle rund 3.900 Lehrer und Mitarbeiter der öffentlichen Schulen der Stadt fragen, ob sie in den vergangenen zwei Wochen irgendwelche Symptome festgestellt haben.

Medizinische Mitarbeiter sind Vorurteilen ausgesetzt

Unterdessen gab die japanische Vereinigung für Katastrophenmanagement am Samstag eine Erklärung heraus, in der sie gegen die Vorurteile und das Mobbing am Arbeitsplatz protestiert, die einige ihrer Mitglieder erlebt haben, die beim Transport und bei der Rettung von mit dem Coronavirus infizierten Passagieren des Kreuzfahrtschiffes Diamond Princess geholfen haben.

Der Erklärung zufolge beklagten sich einige Helfer, dass sie nach ihrer Rückkehr zur Arbeit so behandelt wurden, als seien sie infiziert oder dass sie von Kindergärten und Kindertagesstätten gebeten wurden, ihre Kinder für eine gewisse Zeit zu Hause zu behalten.

Es gab einige Fälle, in denen die Arbeitgeber von den Mitgliedern eine Entschuldigung für die Teilnahme an der Rettungsaktion verlangten.

Die Erklärung prangerte diese Reaktionen als „Menschenrechtsverletzungen“ an und forderte die Gesellschaft auf, Vorurteile zu überdenken.

TJT

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