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Beamter erhielt Zahlungen von mehreren Tausend Euro

Flugbeamter wurde für die Flucht von Carlos Ghosn bestochen

Es dir nun einige Monate her, dass der ehemalige Chef von Nissan, Carlos Ghosn, aus Japan getürmt ist. Viele Details seiner Flucht werfen dabei immer noch Fragen auf. Ein neuer Bericht bringt nun allerdings etwas Licht ins Dunkel, denn ein Flugbeamter wurde wohl für die Flucht bestochen.

Eine türkische Nachrichtenagentur berichtete am Samstag, dass ein Beamter des türkischen Jet-Betreibers MNG Jet auf seinem Konto Auffälligkeiten hat. Eine Summe von umgerechnet 280.605 Euro ging von Ghosn an den Mann, damit er bei der Flucht hilft. Aufgeteilt waren sie in mehr als zehn Zahlungen, die ab Dezember 2019 getätigt wurden.

Türkische Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

Der Beamte bestätigte, dass das Geld für die Flucht war. Er gab jedoch an, dass er von seinem Auftraggeber erpresst wurde. Ihm wurde gedroht, dass seiner Familie was passiert, wenn er nicht kooperiert.

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Die türkische Staatsanwaltschaft klagt den Mann wegen Beihilfe zur Flucht vor der Justiz an. Bereits im Juli soll der Prozess gegen ihn beginnen. Wie weit er in die Flucht verwickelt war und was seine genaue Aufgabe war, ist nicht bekannt.

Piloten und Flugbegleiter werden ebenfalls angeklagt

Ghosn floh im Dezember 2019 aus Japan über die Türkei in den Libanon, nachdem er April 2019 auf Kaution freigelassen wurde. Genauer flog er vom Kansai Flughafen nach Istanbul und von da aus nach Beirut. In beiden Flügen wurde ein Jet von MNG Jet verwendet. In Japan stand Ghosn der Prozess wegen Veruntreuung, Vertrauensbruch und Betrug als Nisssan-Chef bevor.

MNG Jet selbst reichte eine Strafanzeige wegen der illegalen Nutzungen ihrer Privatjets ein. Zusätzlich klagt seit dem 7. Mai die türkische Staatsanwaltschaft gegen die vier Piloten wegen Schmuggels und zwei Flugbegleiter wegen Verschweigen einer Straftat.

TAS

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