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HomeNachrichten aus JapanFlugzeug der US-Marines verliert Metallflasche über einem Wohngebiet in Okinawa

Glück gehabt

Flugzeug der US-Marines verliert Metallflasche über einem Wohngebiet in Okinawa

Gerade noch mal gutgegangen. Ein US-Marine-Osprey-Flugzeug verlor am Dienstag im Flug eine metallene Wasserflasche über einem Wohngebiet in Okinawa, aber den am Mittwoch veröffentlichten Berichten der lokalen Behörden zufolge kam es weder zu einem Personen- noch zu einem Sachschaden.

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Dennoch wird so etwas natürlich nicht gern gesehen. Dieser Vorfall, der sich in der Nähe des Haupteingangs der Residenz in Ginowan in der südjapanischen Inselpräfektur ereignet hatte, veranlasste Tokyo dazu, Washington zu kontaktieren und präventive Sicherheitsmaßnahmen zu fordern.

Chefkabinettssekretär äußert sich zu dem Vorfall

„Es hätte nicht passieren dürfen, da (Vorfälle wie diese) die Menschen in der Gegend beunruhigen“, sagte der Chefkabinettssekretär Hirokazu Matsuno am Mittwoch auf einer Pressekonferenz.

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Matsuno sagte außerdem, dass die Regierung einen schnellen Informationsaustausch und eine gründliche Umsetzung des Flugzeugsicherheitsmanagements durch die US-Streitkräfte gefordert habe.

Die US-Marines erklärten, dass die Flasche beim Start vom US-Luftwaffenstützpunkt Futenma in Ginowan gegen 18.45 Uhr am Dienstag vom Kipprotor-Transportflugzeug gefallen sei.

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Die örtlichen Behörden sagten, dass sie am Dienstagabend Informationen zu dem Vorfall erhalten und die 25 Zentimeter lange und 13 Zentimeter breite Flasche am Mittwoch in einem Wohngebiet in der Nähe des Rathauses entdeckt hätten.

Marines nehmen Gefahrenquelle und schieben sie woanders hin

Immer wieder kommt es im Zusammenhang mit der US Marine Corps Air Station Futenma, die sich in einem überfüllten Wohngebiet von Ginowan befindet, zu Problemen im Bereich der Sicherheit. Für die Bevölkerung vor Ort stellt sie unweigerlich eine Gefahr dar.

Auch deswegen verwies Matsuno erneut auf die Ansicht der Zentralregierung, dass eine Verlegung der Basis in ein weniger stark besiedeltes Gebiet die „einzige Lösung“ wäre, wenn man diese Gefahrenquelle in den Griff bekommen wollte.

So ‚einfach‘ wird dieses Problem aber vielleicht nicht zu lösen sein, denn aufseiten der Bevölkerung vor Ort gibt es starken Widerstand gegen die Verlegung des Luftwaffenstützpunkts Futenma.

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In Okinawa, also der Präfektur, die den Großteil der US-Militäreinrichtungen im Land beherbergt, kam es in den letzten Jahren immer wieder zu Problemen im Zusammenhang den dort stationierten Einheiten des US-Militärs.

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