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HomeNachrichten aus JapanFlusslaternen erinnern am 37. Jahrestag von Japans schlimmsten Flugzeugunglück an die Opfer

Hinterbliebene erinnern den Verstorbenen

Flusslaternen erinnern am 37. Jahrestag von Japans schlimmsten Flugzeugunglück an die Opfer

Der Absturz des Flugs JAL 123 gilt bis heute als eins der schwersten Unglücke der zivilen Luftfahrt. Zum 37. Jahrestag wurde nun mit Flusslaternen den 520 Opfern des Flugzeugabsturzes gedacht.

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Am 11. August hatte sich die Gruppe „8.12 Renraku-kai“, die aus Hinterbliebenen besteht, am Ufer des Kanna-Flusses am Fuß des 1.565 Meter hohen Osutaka-Kamms in der Präfektur Gunma versammelt. Die Stelle am Dorf Ueno gilt heute als Absturzstelle des Flugzeugs.

Botschaften an die Verstorbenen

Zusammen machten die Anwesenden 200 LED-Laternen am Ufer an und ließen einige davon im Wasser treiben. An den Laternen waren Gebete und Botschaften für die Verstorbenen befestigt. Ein Mann schrieb „Es ist Papa, kannst du mich hören? Ich werde dich dieses Jahr wiedersehen, also warte bitte auf mich“. Eine weitere Nachricht lautete „Meine Familie ist gewachsen. Ich werde Schritt für Schritt weiterleben“.

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Am nächsten Tag fand der Gedenkaufstieg auf den Grad statt. Eine 62 Jahre alte Frau aus Kawasaki erklärte, dass sie ihr zwei Jahre altes Enkelkind mit auf den Berg nimmt. Sie hatte damals ihren 54 Jahre alten Vater beim Absturz verloren.

Reportern sagte sie, dass sie für die Opfer ihr Leben in vollen Zügen leben will und sie betet für die Sicherheit aller Menschen, damit so ein Unfall nie wieder passiert.

Japan schlimmster Flugzeugabsturz

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Das Flugzeug war damals auf dem Weg von Tokyo nach Osaka zwischen zwei Gebirgskämmen auf einer Höhe von 1460 Metern zerschellt, nachdem während des Flugs das Seitenleitwerk abgerissen wurde. Untersuchungen ergaben, dass die Ursache dafür eine falsch durchgeführte Reparatur war.

Die einzigen vier Überlebenden bestätigten später, dass mehrere Passagiere den Absturz überlebt hatten. Da aufgrund einer Fehleinschätzung die Suche nach Überlebenden verzögert wurde, verstarben viele Menschen aber über Nacht in den Bergen.

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