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HomeNachrichten aus JapanForderung der ukrainischen Botschaft hinterlässt bei japanischen Städten Ratlosigkeit

Städtepartnerschaften sollen beenden werden

Forderung der ukrainischen Botschaft hinterlässt bei japanischen Städten Ratlosigkeit

Die ukrainische Botschaft in Tokyo hat Städte in ganz Japan aufgefordert, die Beziehungen zu Russland abzubrechen. Der Aufruf Städtepartnerschaften abzubrechen, wurde von der Botschaft allerdings wieder gelöscht, trotzdem sind einige Stadtverwaltungen nun ratlos.

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In dem Tweet hieß es: „Wir halten es für heuchlerisch, weiterhin Städtepartnerschaften mit Städten in Russland zu unterhalten, während die Ukraine von einer verabscheuungswürdigen Invasion Russlands betroffen ist.“ Der Text wurde auch per Brief an einige Stadtverwaltungen geschickt.

Ukrainische Botschaft rudert zurück

Kurze Zeit später löschte die ukrainische Botschaft den Tweet allerdings und veröffentlichte einen neuen, in dem sie die japanischen Behörden darauf hinwiesen, dass männliche Studenten in der Ukraine nicht ins Ausland gehen können, weil sie für ihr Land kämpfen müssen.

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Die Stadtverwaltung von Ishikari bestätigte, dass sie die Forderung, eine Städtepartnerschaft zu beenden, schriftlich erhalten habe. Auch die Stadtverwaltung von Otaru bekam solch ein Schreiben. Otaru unterhält eine Städtepartnerschaft mit Nakhodka.

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Sprecher der beiden Städte sagten, dass man über eine Reaktion nachdenke. Der Sprecher von Otatu sagte jedoch auch, dass die Aufforderung, eine Partnerschaft zu beenden, unerhört sei.

Japanische Städte haben bereits Partnerschaften aufgekündigt

Einige Städte in Japan haben ihre Partnerschaften bereits vor der fragwürdigen Aufforderung beendet. Am 11. März kündigte Tokyo zum Beispiel an, dass alle Austauschprogramme mit Moskau und der Oblast Tomsk zu beenden. Ein Sprecher der Metropole wies allerdings darauf hin, dass diese Entscheidung nichts mit der Aufforderung der ukrainischen Botschaft zu tun habe.

Auch Hiroshima hat beschlossen, ein Programm mit Wolgograd zu beenden. Ein Sprecher der Stadt sagte, dass dies mit der Drohung des russischen Präsidenten, Atomwaffen einzusetzen, zu tun habe. Die Städtepartnerschaft soll hingehen weiterhin bestehen.

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